Meistertraum wohl endgültig futsch
Detail sorgt bei BVB-Fans trotz Klassiker-Pleite für Glücksgefühle

Bayern gewinnt das Topspiel gegen den BVB. Die Chancen der Dortmunder auf den Meistertitel dürften somit verspielt sein. Eine Geste von Nico Schlotterbeck sorgt bei Dortmunder Fans aber für Glücksgefühle.
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Der BVB verliert das Bundesliga-Topspiel gegen Bayern München.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Dortmund verliert gegen Bayern München 2:3, wodurch die Meisterträume begraben sein dürften
  • Joshua Kimmich sichert Bayern mit seinem Treffer elf Punkte Vorsprung
  • BVB-Spieler Schlotterbeck sorgt mit Herz-Jubel für Verbleib-Spekulationen
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Manuela BiglerRedaktorin Sport-Desk & Respeakerin

Borussia Dortmund verliert das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayern München zu Hause 2:3. Lange liegt der BVB in Führung, ehe Harry Kane mit einem Doppelpack das Spiel zugunsten der Bayern dreht (54./70.). Nach dem Ausgleich durch Daniel Svensson sind die Dortmunder Hoffnungen zwar wieder da, doch in der Schlussphase verwandelt Joshua Kimmich einen Abpraller per Direktabnahme zum 3:2-Schlussstand.

Der Bayern-Verteidiger begräbt mit dem Siegtreffer die Meisterträume des BVB wohl definitiv. Denn zehn Runden vor Schluss beträgt der Rückstand des Teams von Nati-Goalie Gregor Kobel auf den Leader aus München nun elf Punkte. Nach dem Aus im DFB-Pokal Ende Dezember und dem Champions-League-Out unter der Woche löst sich somit auch das letzte Saisonziel der Borussia langsam, aber sicher in Luft auf.

Kein Team verspielte einen so hohen Vorsprung

Derweil ist der 35. Meistertitel für Bayern in greifbarer Nähe, das zeigt auch die Statistik. Seit der Einführung der Drei-Punkte-Wertung auf die Saison 1995/96 hin hat noch nie ein Tabellenführer in der Rückrunde nach 24 Spieltagen einen solch hohen Vorsprung verspielt. Den grössten Abstand zu diesem Zeitpunkt einer Saison, der nicht zum Meistertitel gereicht hat, wiesen 2006/07 Schalke sowie 2008/09 Hertha mit jeweils «nur» vier Zählern vor dem VfB Stuttgart respektive der TSG Hoffenheim auf.

Den bisher höchsten Vorsprung in der Bundesliga verspielte der BVB im Meisterkampf in der Saison 2018/19. Damals lagen die Borussen neun Punkte vor Bayern – allerdings am 15. Spieltag.

Siegtorschütze Kimmich macht nach dem Spiel also sogleich die entsprechende Meister-Ansage: «Mit jetzt elf Punkten Vorsprung geben wir das nicht mehr ab. Das hat noch keiner verspielt, auch in dieser Saison nicht. Das wird so bleiben.»

Schlotterbeck mit Bekenntnis?

Während die Bayern jubeln, ist für den BVB nicht nur die Niederlage bitter. Es droht auch der lange Ausfall von Emre Can. Der Captain knickte in einem Zweikampf mit dem Knie weg und musste gegen Ende der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. Das Stadion verliess der Mittelfeldspieler anschliessend an Krücken. BVB-Trainer Niko Kovac befürchtet einen Kreuzbandriss bei seinem Spieler. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, droht ein langer Ausfall. «Das wäre für uns wieder ein richtig harter Schlag», so Kovac.

Ein kleiner Trost könnte dem BVB aus dem Bayern-Spiel aber noch bleiben: Nico Schlotterbeck trifft in der 26. Minute per Kopf zur zwischenzeitlichen Dortmunder Führung, jubelt anschliessend emotional in Richtung der Anhänger und zeigt mit den Händen ein Herz. Mit dieser Geste sorgt Schlotterbeck für viele Spekulationen und lässt bei den Fans die Hoffnungen auf einen Verbleib in Dortmund aufkommen.

Noch keine Zukunftsentscheidung getroffen

Denn die Zukunft des Verteidigers bei den Schwarz-Gelben ist aktuell offen. Schlotterbecks Vertrag läuft noch bis Sommer 2027, ein Abgang zum Saisonende steht jedoch gerüchteweise bereits seit längerem im Raum. Dabei sollen Real Madrid und ausgerechnet auch Bayern München Interesse am 26-Jährigen haben. Der Herz-Jubel im Spiel gegen die Münchner bringt die Gerüchteküche nun ordentlich zum Brodeln. Ist es ein Versprechen an die Dortmunder Fans?

In der Mixed Zone nach dem Bayern-Spiel weicht BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl der Frage zu einem Verbleib des Verteidigers, der seit 2022 beim BVB unter Vertrag steht, aus. «Ob das jetzt eine Ableitung auf das ist, weiss ich nicht. Da müsste man ihn selbst fragen, aber im Moment gibt es da noch keine Entscheidung», so Kehl. Diese soll deutschen Medien zufolge in der Länderspielpause von Ende März folgen.

Schlotterbeck selbst äussert sich nach der Partie nicht zu seinem speziellen Jubel. Eine Entscheidung im Transfer-Poker hatte der Deutsche auf Frühjahr angekündigt. Der emotionale Jubel dürfte als Zeichen gewertet werden, dass die Anhänger der Borussia nach dem geplatzten Meister-Traum zumindest weiterhin ihrem Star zujubeln dürfen.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
24
65
63
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
24
26
52
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
24
18
46
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
23
12
43
5
RB Leipzig
RB Leipzig
23
12
41
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
23
15
40
7
SC Freiburg
SC Freiburg
23
-3
33
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
23
-3
31
9
FC Augsburg
FC Augsburg
24
-11
31
10
Union Berlin
Union Berlin
24
-9
28
11
Hamburger SV
Hamburger SV
22
-7
26
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
24
-12
25
13
1. FC Köln
1. FC Köln
24
-8
24
14
FSV Mainz
FSV Mainz
24
-12
23
15
FC St. Pauli
FC St. Pauli
24
-17
23
16
Werder Bremen
Werder Bremen
24
-19
22
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
23
-16
20
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
24
-31
14
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