Kritik an Jahreshauptversammlung
Bayern-Boss kanzelt Mitglied mit schnippischer Antwort ab

Trotz sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgen sieht sich der FC Bayern München mit Kontroversen konfrontiert. Bei der Jahreshauptversammlung sorgen der Emirates-Sponsorendeal und ein geplantes Praktikum von Jérôme Boateng für Diskussionen unter den Mitgliedern.
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Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, reagiert schnippisch auf die Kritik eines Klubmitglieds.
Foto: FC Bayern via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Bayern München verzeichnet Erfolge auf und neben dem Platz
  • Emirates-Sponsorendeal und Boateng-Praktikum sorgen für Kontroversen bei Jahreshauptversammlung
  • Mitgliederzahl steigt auf Weltrekord von 432’500, über 50’000 mehr als Vorjahr
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Cédric HeebRedaktor Sport

Dem FC Bayern München läufts. Auf dem Platz wurde man nach einem Jahr Pause wieder Meister, und in der laufenden Saison haben die Münchner alle bisherigen 15 Pflichtspiele gewonnen. Neben dem Feld scheffelte der deutsche Rekordmeister einen Allzeit-Bestwert an Umsatz.

Der Klub verzeichnet so viele Mitglieder wie noch nie: 432'500 – Weltrekord. Dies verkündet der unter tosendem Applaus wiedergewählte Präsident Herbert Hainer (71) an der Jahreshauptversammlung am Sonntag freudig. Das ist eine Steigerung von über 50’000 im Vergleich zum Vorjahr. Also Friede, Freude, Eierkuchen an der Säbener Strasse? Nicht ganz.

Emirates-Deal sorgt bei «Chef-Kritiker» für Unmut

Der Sponsorendeal der Bayern mit der Fluggesellschaft Emirates, der gemäss «Bild» bis 2032 jährlich rund 5 Millionen Euro einbringen soll, sorgt für Unmut. Vor allem bei Mitglied Michael Ott, in München auch als «Chef-Kritiker» bekannt. Schon auf seinem Weg zum Rednerpult wird er mit Buhrufen und Pfiffen eingedeckt. «Wie kann es sein, dass unser Klub immer wieder aufs Neue Imagepflege für solche Regime betreibt, die dem Ansehen unseres Vereins nachhaltig schaden und unseren Werten widersprechen», sagt er. Damit spricht er den vorangegangenen Deal mit Qatar Airways an, den er vor vier Jahren schon anprangerte.

Die schnippische Antwort des Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen: «Schön, Sie wiederzusehen. Ich habe Sie letztes Jahr vermisst. Vielleicht waren Sie im Urlaub. Hoffentlich keine Flugreise.» Der 58-Jährige erklärt, dass sie als Sportverein «keine geopolitischen Fragen beantworten können und werden, die Aufgabe der Politik sind». Spitzensport müsse irgendwie finanziert werden, entgegnet Dreesen: «Emirates ist ein verdienter und langjähriger Partner im Sport, wir stehen zu dieser Partnerschaft und werden das auch in Zukunft tun.»

Boateng-Praktikum nach Fan-Protest abgesagt

Auch die Person Jérôme Boateng (37) sorgt für Kritik bei der Versammlung. Der frühere Bayern-Verteidiger, der nun ins Trainerbusiness einsteigen will, hätte bei den Münchnern, genauer bei Cheftrainer Vincent Kompany (39), eigentlich hospitieren sollen. Dieser Plan wurde aber nach heftigen Fan-Protesten aufgrund seines zurückliegenden Verfahrens wegen Körperverletzung gekippt.

Ein Mitglied äussert sich klar dazu: «Für mich ist es leider unverständlich und inakzeptabel, dass ein wegen Körperverletzung an seiner Partnerin verurteilter Spieler an der Säbener Strasse hospitieren darf. Die Hospitanz wurde abgesagt. Dafür danke ich Ihnen. Es darf nicht sein, dass dies erst nach einem Shitstorm geschieht.»

Präsident Hainer entgegnet, dass es sich dabei um einen «sehr komplexen» Fall gehandelt habe, zumal Boateng ein verdienstvoller Spieler der Bayern war. Man habe das Gespräch mit dem Weltmeister von 2014 gesucht und sei zum gemeinsamen Schluss gekommen, das Praktikum abzusagen.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
26
68
67
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
26
29
58
3
RB Leipzig
RB Leipzig
27
18
50
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
26
17
50
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
27
15
50
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
26
16
45
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
26
0
38
8
SC Freiburg
SC Freiburg
26
-6
34
9
Union Berlin
Union Berlin
26
-11
31
10
FC Augsburg
FC Augsburg
26
-14
31
11
Hamburger SV
Hamburger SV
26
-8
30
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
26
-13
28
13
FSV Mainz
FSV Mainz
26
-10
27
14
1. FC Köln
1. FC Köln
26
-9
25
15
Werder Bremen
Werder Bremen
26
-18
25
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
26
-19
24
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
26
-21
21
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
26
-34
14
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Relegation Play-Offs
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