Königsblaue Krise immer schlimmer
Keine Tönnies-Millionen für Gross auf Schalke

Da werden einige Schalke-Fans erleichtert sein: Der Krisenklub verzichtet auf die umstrittenen Millionen von Ex-Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies.
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In der Krise: Die Schalker haben seit 30 Partien nicht mehr gewonnen.
Foto: imago images/Revierfoto

Am Mittwochabend ist die Entscheidung gefallen. Die Schalke-Bosse haben sich dazu entschlossen, die Finanzspritze von Ex-Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies (64) nicht anzunehmen. Dieser hat sich als Feuerwehrmann angeboten. «Wir dürfen Schalke nicht untergehen lassen. Da bin ich der Allerletzte, der nicht hilft», so der Fleischunternehmer, der letztes Jahr nach einem massiven Coronavirus-Ausbruch und Tierquälerei-Vorwürfen in seiner Firma nicht nur bei den Schalke-Fans arg in der Kritik gestanden ist (im BLICK).

Tönnies hat bei seinem Angebot eine Bedingung gestellt: Er hat sich einen einstimmigen Aufsichtsrats-Beschluss gewünscht. Dieser aber bleibt aus. Zwei Aufsichtsräte haben gegen die umstrittene Finanzspritze gestimmt, das schreibt die «Bild».

Wie es nun auf Schalke weitergehen soll, ist ungewisser denn je. Der Klub steckt sportlich tief in der Krise, hat seit 30 Spielen nicht mehr gewinnen können. Zudem kämpft Königsblau mit finanziellen Schwierigkeiten. Über 260 Millionen Franken Schulden haben sich in den letzten Jahren angehäuft.

Nun kommt auch noch Pech dazu

Um den Abstieg in die 2. Bundesliga zu verhindern, braucht das Team von Trainer Christian Gross – der Sohn eines Polizisten aus Höngg hat letzte Woche auf Schalke übernommen – dringend Verstärkung. Ohne Kohle aber gleicht dieses Unterfangen einer Herkules-Aufgabe.

Zudem kommt nun auch noch Pech dazu. Die Schalke-Bosse hätten gerne Mitchell Weiser, Leverkusens Rechtsverteidiger, geholt. Dieser wäre eine vergleichsweise günstige Verstärkung gewesen, diesen Transfer hätte man auf Schalke wohl irgendwie realisieren können. Doch Weiser hat sich am Sonntag beim 1:2 in Frankfurt eine Muskelblessur im linken Oberschenkel zugezogen.

Gross ist wahrlich nicht zu beneiden. Am Samstag kommts zum Heimspiel gegen Hoffenheim. Ein Sieg gegen die TSG würde zumindest vorübergehend den Schalkern etwas Luft verschaffen. (mam)

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
22
63
57
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
22
27
51
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
22
19
45
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
22
12
42
5
RB Leipzig
RB Leipzig
22
12
40
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
21
16
39
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
22
-2
31
8
SC Freiburg
SC Freiburg
22
-4
30
9
Hamburger SV
Hamburger SV
21
-7
25
10
Union Berlin
Union Berlin
22
-9
25
11
FC Augsburg
FC Augsburg
22
-14
25
12
1. FC Köln
1. FC Köln
22
-6
23
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
22
-12
22
14
FSV Mainz
FSV Mainz
22
-12
21
15
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
22
-15
20
16
Werder Bremen
Werder Bremen
22
-20
19
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
22
-19
17
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
22
-29
13
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