Favre nach Abschieds-Spekulationen
«Ich denke nicht ans Aufgeben!»

Hatte BVB-Trainer Lucien Favre (62) nach der 0:1-Pleite im Bundesliga-Gipfel gegen Bayern seinen Rücktritt angekündigt? Am Tag danach erklärt der Romand seine Worte.
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Lucien Favre nimmt am Tag nach der Bayern-Pleite Stellung zu den Rücktritts-Spekulationen.
Foto: imago images/Team 2

Sein Interview nach der bitteren 0:1-Niederlage des BVB gegen Bayern hatte viele Spekulationen ausgelöst. Dortmund-Trainer Lucien Favre wird vom «Sky»-Reporter gefragt, ob Titel mit ihm denn einfach nicht möglich seien – zumal der BVB nun bereits wieder sieben Punkte hinter dem Konkurrent aus München liegt. Der Schweizer antwortet etwas genervt: «Das sagt man hier seit Monaten. Ich weiss, wie es geht und werde darüber in ein paar Wochen sprechen. Ich bleibe ruhig.»

Oha, hat hier Favre etwa seinen Abgang angedeutet? Ja! Glaubt zumindest TV-Experte Lothar Matthäus. «Ich habe mir gleich gedacht: Favre weg, Niko Kovac kommt. Das waren die ersten Gedanken nach seiner Aussage. Ich rede in ein paar Wochen, heisst: Es gibt ein Statement, ein klares Statement», spekuliert Matthäus.

Die «Bild» springt sofort auf diesen Zug auf. In den letzten Wochen sollen die BVB-Bosse Kontakt zu Ex-Bayern-Coach Niko Kovac (48) gehabt haben. Absoluter Wunschkandidat sei aber Leipzigs Julian Nagelsmann (32). Allerdings: Dieser ist bei RB bis 2023 gebunden.

Watzke greift ein – Favre wehrt sich

Kommts tatsächlich zum Trainerwechsel bei Schwarzgelb? Beim BVB ist man am Tag nach dem Rückschlag im Titelkampf bemüht, Favres Aussagen richtig einzuordnen. BVB-Geschäftsführer Joachim Watzke (60) hält gegenüber den Zeitungen der «Funke Mediengruppe» fest: «Es gibt aktuell überhaupt keinen Anlass für eine Trainerdiskussion. Wir spielen eine sehr, sehr gute Rückrunde, hatten vor dem Spiel 27 von 30 Punkten geholt, sind überall gelobt worden.»

Und Favre? Der fühlt sich nach den Interviews vom Dienstagabend falsch verstanden, tritt deshalb am Morgen danach nochmals vor die Medien – und betont: «Ans Aufgeben denke ich überhaupt nicht. Was ich nur auf entsprechende Fragen hatte antworten wollen, war: Jetzt ist nicht die Zeit, um die Saison zu bilanzieren. Warum auch? Wir haben noch sechs Spiele, in denen wir unser Bestes geben müssen – und die wir am liebsten alle gewinnen wollen.»

Watzke ergänzt, Favre habe lediglich sagen wollen, «dass wir wie immer am Ende der Saison eine Analyse machen werden». Er habe den BVB-Coach in den letzten Wochen als «sehr fokussiert» empfunden: «Lucien machte überhaupt nicht den Eindruck, unter Druck zu stehen.» (mam/mpe)

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
23
64
60
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
23
27
52
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
23
19
46
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
23
12
43
5
RB Leipzig
RB Leipzig
23
12
41
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
22
15
39
7
SC Freiburg
SC Freiburg
23
-3
33
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
23
-3
31
9
Union Berlin
Union Berlin
23
-8
28
10
FC Augsburg
FC Augsburg
23
-13
28
11
Hamburger SV
Hamburger SV
22
-7
26
12
1. FC Köln
1. FC Köln
23
-6
24
13
FSV Mainz
FSV Mainz
23
-12
22
14
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
23
-13
22
15
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
23
-16
20
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
23
-18
20
17
Werder Bremen
Werder Bremen
23
-21
19
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
23
-29
14
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