«Ein Armutszeugnis»
Hamann kritisiert Bayern wegen Upamecano-Poker scharf

Die Klubverantwortlichen des FC Bayern sollen mit dem Franzosen Dayot Upamecano nach Wochenlanger Funkstille zu einer Einigung gekommen sein. Für Fussball-Experte Dietmar Hamann ist der Upamecano-Poker nicht nachvollziehbar.
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Dietmar Hamann übt Kritik am Verhalten des FC Bayern.
Foto: IMAGO/DeFodi Images
Petar Djordjevic

In der Bundesliga konnte der FC Bayern die beiden letzten Spiele nicht gewinnen. Nach einer enttäuschenden Heimniederlage gegen Augsburg reicht es in Hamburg am Samstag nur für ein Unentschieden. Doch auch Nebenschauplätze beschäftigen derzeit an der Säbenerstrasse. 

Dayot Upamecanos (27) Vertrag läuft diesen Sommer aus. Bereits seit Wochen hängt das Angebot zur Verlängerung in der Luft. Auf 20 Millionen Euro Jahresgehalt, 20 Millionen Euro Handgeld und eine Ausstiegsklausel in der Höhe von 65 Millionen Euro ab 2027 soll der Vertrag dotiert sein. Der Franzose wollte das gesamte Handgeld mit einer einzigen Zahlung überwiesen haben, während der Verein bevorzugte, es über die Vertragslaufzeit zu verteilen. Dies brachte die Verhandlungen ins Stocken.

«Das ist für den Verein ein Armutszeugnis»

Für Fussball-Experte Dietmar Hamann ein Unding, er kritisiert das Verhalten der Klubführung hart. «Die Bayern sind Beifahrer bei den Verhandlungen. Die werden von den Beratern am Nasenring durch die Manege geführt», sagte der 52-Jährige bei Sky. Dabei verwies er auch auf frühere Vertragsverhandlungen zwischen den Bayern und Alphonso Davies (25) sowie Leroy Sané (30). Der Klub müsse aufpassen, dass er sein Gesicht nicht komplett verliere. Auch die Fans seien wegen des Upamecano-Pokers aufgebracht. 

Den Abwehrspieler nimmt Hamann hingegen in Schutz: «Upamecano hat nichts verkehrt gemacht. Der hat vom Verein ein Angebot und der Verein hat das laufenlassen seit Wochen und Monaten. Solange der Verein keine Deadline setzt, muss er sich nicht entscheiden.»

Der FC Bayern soll dann sein Angebot zwischenzeitlich zurückgezogen haben – nun solls dennoch zur Verlängerung bis 2030 kommen. Hamann: «Das ist für den Verein ein Armutszeugnis, wenn das so gewesen sein sollte. Eine grössere Schwäche kann ein Verein doch nicht zeigen», äusserte sich der Fussball-Experte dazu. Die Klubführung hätte dem zögernden Spieler ein weniger attraktives Angebot unterbreiten sollen. 

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
20
22
45
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
20
11
39
5
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
19
12
35
7
SC Freiburg
SC Freiburg
20
-2
27
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
20
-5
27
9
Union Berlin
Union Berlin
20
-8
24
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
FC Augsburg
FC Augsburg
20
-13
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
20
-9
21
13
Hamburger SV
Hamburger SV
19
-10
19
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
20
-14
19
15
Werder Bremen
Werder Bremen
20
-16
19
16
FSV Mainz
FSV Mainz
20
-10
18
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
20
-16
14
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
20
-26
13
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
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