«Was denkst du denn?»
Nati-Goalie Kobel legt sich mit Reporter an

Nach dem 3:2-Sieg gegen Heidenheim reagiert BVB-Goalie Gregor Kobel leicht angesäuert auf eine Frage eines Journalisten. Er setzt sich für mehr Schutz für Torhüter ein und zieht den Vergleich zur NFL.
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Gregor Kobel wird in der Luft behindert, das Heidenheim-Tor wird aberkannt.
Foto: IMAGO/DeFodi Images

Darum gehts

  • Dortmund siegt 3:2 gegen Heidenheim und verkürzt Rückstand auf Bayern
  • Kobel kritisiert fehlenden Schutz von Torhütern und droht härterer Gangart
  • Heidenheim bleibt Letzter mit 13 Punkten aus 20 Spielen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Dominik Mani
Dominik ManiRedaktor Sport-Desk

Gegen Abstiegskandidat Heidenheim gewinnt Borussia Dortmund mit 3:2 und nutzt so den 2:2-Ausrutscher der Bayern beim HSV aus und rückt bis auf sechs Punkte an den Leader ran. Trotz des wichtigen Heimsiegs fährt Gregor Kobel nach dem Spiel etwas aus der Haut und liefert sich mit einem Journalisten eine angeregte Diskussion. Auslöser war ein Thema, das den Nati-Goalie schon öfters beschäftigte. Und zwar der Schutz von Torhütern in der Luft.

Kobel wurde vom Journalisten auf ein letztlich aberkanntes Gegentor angesprochen, bei dem ihn ein Heidenheimer in der Luft behinderte. «Ich finde, es ist wirklich ein Wahnsinn, dass man über so was diskutiert», so der 28-Jährige. Und wendet sich dann an den Fragesteller: «Ich weiss, du bist wahrscheinlich noch nicht im Tor gestanden oder hast mal einen Ball gefangen, aber wenn du zum Ball gehst, ist das eine sehr filigrane Angelegenheit.»

«Dann muss ich anfangen, Leute zu killen»

Um seinen Punkt zu verdeutlichen, zieht der Zürcher den Vergleich zum American Football, für ihn «der physischste Sport überhaupt». Dort sei es verboten, einem ballfangenden Spieler in die Arme zu greifen, und das sei richtig so, meint Kobel. «Die Hände müssen sehr, sehr genau am Ball sein. Wenn du nur einen kleinen Kontakt am Arm bekommst, kannst du den Ball nicht mehr festhalten», erklärt der 19-fache Nati-Spieler.

Und darum ist für ihn klar: Wenn ein Gegenspieler nur in seine Arme reingehe, müsse der Schiri auf Foul entscheiden. Ansonsten droht er mit einer härteren Gangart seinerseits. «Wenn das kein Foul mehr ist, dann muss ich anfangen, Leute zu killen. Dann brennt es, dann knallt es und dann gibt es Verletzte und das macht gar keinen Sinn.»

Nach seinem Monolog interessiert sich Kobel dann auch noch für die Meinung des Journalisten. «Was denkst du denn, mal ehrlich? Denkst du immer noch, es war kein Foul? Also, meine Antwort ist dir egal? Interessiert dich nicht? Du siehst es besser als ich?» Dieser bringt ein Beispiel aus dem gleichen Spiel an, bei dem sein Gegenüber Diant Ramaj ebenfalls behindert wurde, dieser Treffer zählte jedoch.

Heidenheim-Trainer kritisiert fehlende Konstanz

Zu Recht, wie der Schweizer findet. «Ich kann es nachfühlen, es ist eine schwierige Situation, aber es ist eine andere Situation. Wenn viele Leute da sind, wird das nicht mehr abgepfiffen.» Anderer Meinung ist da Heidenheim-Trainer Frank Schmidt. «Wenn man das 1:0 von Dortmund anschaut und unser Tor, unser vermeintliches Tor von Patrick Mainka nimmt, dann sehe ich da keinen Unterschied.»

Die einzige Differenz, die er wahrnehme, sei ausschliesslich bei der Bewertung durch das Schiri-Gespann, kritisiert Schmidt. Für Heidenheim ist die knappe Niederlage ein weiterer Rückschlag im Abstiegskampf. Das Team von Schmidt liegt mit 13 Punkten aus 20 Spielen auf dem letzten Platz, auf das von Urs Fischer trainierte Mainz, das auf dem Relegationsplatz steht, hat man bereits fünf Punkte Rückstand.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
20
22
45
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
20
11
39
5
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
19
12
35
7
SC Freiburg
SC Freiburg
20
-2
27
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
20
-5
27
9
Union Berlin
Union Berlin
20
-8
24
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
FC Augsburg
FC Augsburg
20
-13
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
20
-9
21
13
Hamburger SV
Hamburger SV
19
-10
19
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
20
-14
19
15
Werder Bremen
Werder Bremen
20
-16
19
16
FSV Mainz
FSV Mainz
20
-10
18
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
20
-16
14
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
20
-26
13
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
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