Darum gehts
- Bayerns 1:1 gegen Leverkusen am 14. März sorgt für Aufregung
- Die Münchner toben wegen der Schiri-Leistung
- Die Kritik des deutschen Rekordmeisters kommt nicht nur gut an
Die Bayern erlebten am Wochenende ein turbulentes Gastspiel bei Bayer Leverkusen (1:1). Der Bundesliga-Leader reiste zwar mit einem hart erkämpften Punkt, aber eben auch mit zwei Platzverweisen im Gepäck zurück. Und das bringt die Chefs gleich reihenweise in Rage.
Für ein grobes Foul war zunächst Bayerns Angreifer Nicolas Jackson noch in der ersten Halbzeit vom Platz geflogen. Für Stunk sorgt aber besonders die gelb-rote Karte gegen Luis Díaz (29) in der zweiten Halbzeit.
Doch die Wut steht dem deutschen Rekordmeister nicht gut – finden zumindest die Bayern-Kritiker. So zum Beispiel Ex-Spieler Dietmar «Didi» Hamann (52), der das Verhalten der Bayern-Bosse nicht nachvollziehen kann.
Bayern-Chefs toben, Schiri bereut Entscheid
Es geht um die Szene in der 84. Minute: Nach leichtem Kontakt mit Leverkusen-Keeper Janis Blaswich (34) kommt Díaz im Strafraum zu Fall, steht jedoch sofort wieder auf. Dennoch sieht er für eine vermeintliche Schwalbe die zweite gelbe Karte – und damit Rot.
Für Trainer Vincent Kompany (39) ist das «Wahnsinn». «Wieso er die gelb-rote Karte bekommt, das weiss keiner im Stadion», so der Belgier. Auch Captain Joshua Kimmich (31) war nach dem Spiel fassungslos: «Das ist im Leben keine Schwalbe.»
Schiedsrichter Christian Dingert (45) räumte bei Sky nach Ansicht der Bilder selbst ein: «Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben.» «Dass Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert, aber das alleine hilft uns nicht», so Bayern-Präsident Herbert Hainer (71) gegenüber «Bild».
«Schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams»
Aber dabei bleibt es bei weitem nicht – auch weitere Bayern-Bosse beziehen Stellung. So beispielsweise Sportvorstand Max Eberl (52): «Es hat sich so angefühlt, als ob alles, was 50 zu 50 war, gegen uns war».
Deutlich pointierter fallen die Worte des Ehrenpräsidenten Uli Hoeness aus: «Die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe», so der 74-Jährige.
Bei aller Kritik: Der DFB will nichts von «skandalträchtigen Fehlern» wissen. Bis auf die gelb-rote Karte seien alle spielrelevanten Entscheidungen korrekt oder zumindest vertretbar gewesen.
Hamann teilt gegen Bayern aus
Die Bayern hatten beim Sportgericht Einspruch gegen Díaz’ Sperre eingelegt, doch dieser wurde bereits am Montag abgeschmettert.
Damit erntet der deutsche Rekordmeister heftige Kritik des ehemaligen Bayern-Spielers Dietmar Hamann (143 Einsätze), der beim TV-Sender Sky poltert: «Das ist doch eines Weltvereins nicht würdig. So eine Reaktion nach einem Spiel, in dem der Schiedsrichter ein gutes Spiel gepfiffen hat.»
Besonders stutzig macht Hamann, dass die Bayern sich als Opfer von Benachteiligungen inszenieren. Zuvor hatte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (58) bei Sky beklagt, dass sich strittige Entscheidungen gegen den FCB zuletzt gehäuft hätten. Er betonte, der FC Bayern betrachte die «Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge» und forderte gleichzeitig vom DFB eine Leistungssteigerung der Schiedsrichter.
Karma für Atalanta-Sperren?
Als Nächstes bekommen es die Münchner nun mit einem französischen Schiri zu tun. Das Champions-League-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo (Mittwoch, 21 Uhr) wird dann von Benoît Bastien (42) geleitet.
Nicht dabei sein werden Joshua Kimmich und Michael Olise wegen einer Gelb-Sperre. Nach dem klaren 6:1-Hinspielsieg vergangene Woche war gemunkelt worden, das Duo habe sich die Sperre bewusst eingehandelt, um im Viertelfinal ohne Gelb-Vorbelastung antreten zu können. Böse Zungen könnten sagen, dass der Leverkusen-Match die Quittung dafür war.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Bayern München | 26 | 68 | 67 | |
2 | Borussia Dortmund | 26 | 29 | 58 | |
3 | TSG Hoffenheim | 26 | 20 | 50 | |
4 | VfB Stuttgart | 26 | 17 | 50 | |
5 | RB Leipzig | 26 | 13 | 47 | |
6 | Bayer Leverkusen | 26 | 16 | 45 | |
7 | Eintracht Frankfurt | 26 | 0 | 38 | |
8 | SC Freiburg | 26 | -6 | 34 | |
9 | Union Berlin | 26 | -11 | 31 | |
10 | FC Augsburg | 26 | -14 | 31 | |
11 | Hamburger SV | 26 | -8 | 30 | |
12 | Borussia Mönchengladbach | 26 | -13 | 28 | |
13 | FSV Mainz | 26 | -10 | 27 | |
14 | 1. FC Köln | 26 | -9 | 25 | |
15 | Werder Bremen | 26 | -18 | 25 | |
16 | FC St. Pauli | 26 | -19 | 24 | |
17 | VfL Wolfsburg | 26 | -21 | 21 | |
18 | 1. FC Heidenheim 1846 | 26 | -34 | 14 |
