Es ist eine traurige Nachricht, die der holländische Fussballverband KNVB am Montagnachmittag verkünden muss: Sein Spitzenschiedsrichter Rob Dieperink ist im Alter von 38 Jahren verstorben. Noch am Samstag leitete er das Testspiel des holländischen Klubs Go Ahead Eagles gegen Apollon Limassol aus Zypern.
Einen Namen hat sich Dieperink vor allem als VAR gemacht. In dieser Funktion unterstützte er die Schiedsrichter in zahlreichen Europacup-Spielen und nahm 2024 an der Europameisterschaft in Deutschland teil. Auch für die WM 2026 figurierte er im Aufgebot der Unparteiischen.
Verhaftung im April
Daraus ist er Ende Mai aber kurzfristig gestrichen worden – ohne Begründung vonseiten der Fifa. Klar ist aber: Dieperink ist im April nach einem VAR-Einsatz an einer Conference-League-Partie von Crystal Palace in London verhaftet worden. Der Vorwurf: sexueller Missbrauch eines 17-Jährigen.
Die Ermittlungen sind mittlerweile mangels Beweisen eingestellt worden. «Es macht mich sehr traurig, dass ich zu Unrecht beschuldigt wurde», sagte Dieperink anschliessend der holländischen Zeitung «De Telegraaf». Ein Zurück an die WM gab es für ihn trotzdem nicht, worüber er sich «enttäuscht» zeigte.
Schiedsrichterkollege reagiert bestürzt
Der KNVB hat nach dem Ende der Ermittlungen in Aussicht gestellt, Dieperink wieder in holländischen Meisterschaftsspielen einsetzen zu wollen – dazu kommt es nach dem plötzlichen Tod des Schiedsrichters aber nicht.
Noch am Montagabend meldet sich Schiedsrichter Danny Makkelie (43), in dessen Team Dieperink für die WM vorgesehen gewesen wäre, emotional zu Wort. «Dann kommt die Welt völlig zum Stillstand. Wir haben erst vor kurzer Zeit während der WM miteinander gesprochen und jetzt ist er nicht mehr da. Es ist unwirklich und schwer zu begreifen. Ruhe in Frieden, Rob. Du wirst sehr vermisst werden», schreibt Dieperinks Schiedsrichterkollege auf Linkedin.

