Darum gehts
- Thomas Tuchel nominiert 35 Spieler für Länderspiele gegen Uruguay und Japan
- Fünf Torhüter im Kader sorgen in England für Unverständnis
- Real-Star Alexander-Arnold fehlt im Aufgebot
Thomas Tuchel (52), seit Januar 2025 Cheftrainer der Three Lions, steckt mitten in den Vorbereitungen auf sein erstes grosses Endrunden-Turnier als Nationaltrainer. Mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft hat er nun sein Aufgebot für die anstehenden Länderspiele gegen Uruguay (27. März, 20:45 Uhr) und Japan (31. März, 20:45 Uhr) bekannt gegeben – nicht ohne Aufsehen zu erregen.
Mit insgesamt 35 Spielern fällt das Kader ungewöhnlich gross aus, was für reichlich Irritation sorgt. Schliesslich muss der deutsche Coach sein Team für die Weltmeisterschaft im Sommer auf 26 Profis reduzieren. Besonders die Entscheidung, gleich fünf Torhüter zu berufen, sorgt auf der Insel für Unverständnis. Die «Daily Mail» kommentiert die Personalwahl gewohnt direkt: «Come on, das sind zu viele Goalies. In einem Trainingsspiel müssen die meisten an der Seitenlinie zuschauen.»
Aufteilung des Kaders in zwei Gruppen – kluge Strategie?
In einer offiziellen Pressemitteilung des Verbandes begründet der Deutsche seine Entscheidung für das Mammut-Aufgebot wie folgt: «Wir laden Spieler ein, die wir noch nicht gesehen haben und die noch nicht so viel gespielt haben, um uns einen besseren Überblick zu verschaffen und den Wettbewerb um Flugtickets in die USA anzukurbeln.»
Tuchel erläutert, dass die Aufteilung des Kaders in zwei Gruppen beschlossen wurde. Wie die «Bild» berichtet, bestreitet zunächst eine reduzierte Auswahl das Spiel gegen Uruguay, woraufhin etwa zehn bis elf Akteure die Heimreise antreten. Für das zweite Duell gegen Japan wird dann ein neuer Block formiert – eine Mischung aus Nachrückern und Spielern, die bereits im Training standen. Der Plan sieht vor, dass viele Klub-Stammspieler erst in dieser zweiten Partie zum Einsatz kommen.
England tritt somit innerhalb weniger Tage mit zwei unterschiedlichen Kadern an – ein ungewöhnliches Vorgehen, das sich jedoch als kluge Strategie erweisen könnte, falls Tuchel dies zur Formung seines Kernteams benötigt.
Prominente Namen fehlen
Trotz der beachtlichen Kadergrösse haben es einige prominente Namen nicht ins Aufgebot geschafft. Besonders sticht dabei Real-Star Trent Alexander-Arnold (27) hervor.
Doch auch andere Stars fehlen, wie etwa Aston Villas Ollie Watkins (30), der England bei der letzten EM mit seinem Halbfinaltreffer gegen Holland in den Final schoss. Ebenso überraschend ist das Fehlen von Manchester-United-Stammkraft Luke Shaw (30) sowie Brightons Danny Welbeck (35), der mit aktuell zehn Treffern – gleichauf mit Dominic Calvert-Lewin (29) – der torgefährlichste Engländer der Premier League ist. Für diese Stars rückt der Traum von der Weltmeisterschaft in weite Ferne.






