Nächster Knall bei Traditionsklub nach Zwangsabstieg
Investor nach 15 Jahren weg – 1860 München kündigt Vertrag

Nach dem Zwangsabstieg in die viertklassige Regionalliga ziehen die Verantwortlichen von 1860 München die Reissleine: Der Kooperationsvertrag mit Investor Hasan Ismaik wird gekündigt. Nun droht ein Rechtsstreit.
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Die Verantwortlichen von 1860 München haben den Kooperationsvertrag mit Investor Hasan Ismaik gekündigt.
Foto: IMAGO/Ulrich Wagner

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 1860 München beendet Kooperation mit Investor Hasan Ismaik nach Zwangsabstieg
  • Ismaik investierte 70 Millionen Franken, verweigerte zuletzt weitere Zahlungen
  • Verein fehlen 2,5 Millionen Franken, drohender Rechtsstreit mit Ismaik
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Nach dem finanziell bedingten Zwangsabstieg in die viertklassige Regionalliga ist das Tischtuch zwischen den Klubverantwortlichen von 1860 München und dem langjährigen Investor Hasan Ismaik (48) endgültig zerschnitten: Wie der Verein mitteilt, ist der Kooperationsvertrag mit dem Jordanier per sofort gekündigt worden.

Es ist das unrühmliche Ende einer 15-jährigen Zusammenarbeit. Während dieser Zeit hat Ismaik rund 70 Millionen Franken in den Münchner Traditionsklub eingeschossen und ihn damit mehrmals vor noch grösseren finanziellen Problemen bewahrt. Einen ersten 1860-Zwangsabstieg in die Regionalliga im Jahr 2017 konnte aber auch er nicht verhindern.

Und zu weiteren Zahlungen ist Ismaik in den letzten Wochen nicht mehr bereit gewesen – oder nur unter Bedingungen: So forderte er strengere Finanzkontrollen und eine grundlegende Restrukturierung des Klubs. Weil er diese nicht erfüllt sah, kündigte er Ende Mai die bereits bestehenden Darlehensverträge – und stürzte 1860 ins Verderben. Weil dem Verein nun rund 2,5 Millionen Franken fehlen, erhält er für die kommende Saison trotz sportlich souveränem Ligaerhalt keine Zulassung für die 3. Liga.

Es droht ein Rechtsstreit

Zu Ende dürfte die Schlammschlacht an der Grünwalder Strasse damit nicht sein: Ismaik ist nach wie vor im Besitz von 60 Prozent der Aktien der Kommanditgesellschaft (KGaA), die hinter dem Verein steckt. Welchen Wert diese Mehrheitsanteile noch haben, ist aber fraglich: Wie die deutsche «Bild» schreibt, liegt das Spielrecht durch den Zwangsabstieg nicht mehr bei der KGaA, sondern beim Mutterverein selbst. Ismaiks Mehrheitsanteile wären also auf einen Schlag praktisch wertlos.

Wohl auch aus diesem Grund prüft er nun juristische Schritte – auf die Vereinsverantwortlichen von 1860 München könnte also noch ein teurer Rechtsstreit zukommen.

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