Platzsturm, fliegende Pyro-Fackeln, unterbrochene Partie – nach dem Skandal-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha in der 2. Bundesliga kommen immer mehr Details ans Licht. Wie die Polizeidirektion Dresden in einer Mitteilung bekanntgibt, standen rund um die Partie insgesamt 750 Polizisten im Einsatz, eigentlich um ein Aufeinandertreffen von Heim- und Gästefans auf Stadtgebiet und beim Stadion zu verhindern.
Jedoch kommt es dann während der Partie zu skandalösen Szenen und zu einem komplizierteren Polizeieinsatz. Erst brennen beide Fanlager Pyrotechnik ab, weshalb Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie wegen schlechter Sicht aufgrund des Rauches kurzzeitig unterbrechen muss.
In der 19. Minute überwinden plötzlich Hertha- und Dynamo-Chaoten die Absperrungen und stürmen auf das Feld. Das eingesetzte Sicherheitspersonal kann den Platzsturm nicht verhindern, weshalb es zu Auseinandersetzungen und Pyro-Würfen zwischen den Fangruppierungen kommt, ehe die Polizei die Fans wieder in ihre Blöcke zurückdrängen kann.
Sorgte Fahnenklau für Provokation?
Das Spiel wurde währenddessen beim Stand von 0:0 unterbrochen und die beiden Mannschaften verliessen das Feld. Erst nach einem 20-minütigen Unterbruch konnte die Partie wieder fortgesetzt werden, weil die Polizei die Situation beruhigen und das Spielfeld sichern konnte. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte die Partie gemäss des Drei-Stufen-Plans des DFB abgebrochen werden müssen.
Auslöser der Ausschreitungen soll ein Fahnenklau im Vorfeld des Spiels gewesen sein. Dresden-Ultras fackelten in ihrem Block eine gestohlene Hertha-Flagge ab, was die Anhänger der Gäste provoziert und zu den Gewaltszenen geführt hat. Bestätigen kann die Polizei die Spekulationen aber noch nicht. Die Vorfälle werden nun auch mithilfe von Video-Aufnahmen aufgearbeitet. Dynamo und Hertha stehen dabei in «intensivem Austausch mit der Polizei, um in den nächsten Tagen den genauen Hergang und den Auslöser zu ermitteln».
Polizei und DFB leiten Ermittlungsverfahren ein
Die Dresdner Polizei leitete noch am Samstagabend mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren ein – unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Ticketbetrugs. Über die Anzahl an Verletzten und Festnahmen gibt es bislang keine Angaben.
Auch der Deutsche Fussball-Bund DFB schaltet sich ein und wird «nach den Vorkommnissen im Rahmen des Zweitligaspiels zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC zu Beginn der neuen Woche Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine einleiten». In einem ersten Schritt sollen beide Klubs zu schriftlichen Stellungnahmen aufgefordert werden.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schalke 04 | 28 | 15 | 55 | |
2 | SC Paderborn 07 | 28 | 16 | 54 | |
3 | SV 07 Elversberg | 28 | 18 | 52 | |
4 | SV Darmstadt 98 | 28 | 18 | 50 | |
5 | Hannover 96 | 28 | 12 | 50 | |
6 | Hertha BSC | 28 | 10 | 47 | |
7 | 1. FC Kaiserslautern | 28 | 7 | 43 | |
8 | 1. FC Nürnberg | 28 | 0 | 37 | |
9 | Karlsruher SC | 28 | -9 | 37 | |
10 | VfL Bochum | 28 | -1 | 33 | |
11 | Arminia Bielefeld | 28 | 1 | 31 | |
12 | Fortuna Düsseldorf | 28 | -17 | 31 | |
13 | 1. FC Magdeburg | 28 | -8 | 30 | |
14 | Eintracht Braunschweig | 28 | -15 | 30 | |
15 | SG Dynamo Dresden | 28 | -2 | 29 | |
16 | Holstein Kiel | 28 | -8 | 29 | |
17 | SpVgg Greuther Fürth | 28 | -21 | 29 | |
18 | SC Preußen 06 Münster | 28 | -16 | 27 |