Darum gehts
- FC Basel disqualifiziert nach Regelverstössen gegen St. Gallen im Viertelfinal
- St. Gallen spielt Halbfinal gegen YB, FC Zürich empfängt Servette
- 4:0-Sieg von Servette gegen Aarau im Rückspiel der Viertelfinals
Die Freude beim FC Basel nach dem Viertelfinal-Rückspiel in der Women's Super League war grenzenlos. Das Team feierte den Sieg im Penaltyschiessen gegen St. Gallen ausgelassen mit den Fans. Bitter, dass bereits zuvor ein kapitaler Fehler des Staffs gemacht wurde. Zum einen wurde mit Lena Bubendorf in der 121. Minute eine Spielerin eingewechselt, die gar nicht auf dem Matchblatt stand, zum anderen war der Wechsel bereits die fünfte Auswechselgelegenheit gewesen – erlaubt waren nur deren vier.
St. Gallen legte entsprechend Protest ein und die Partie wurde mit 3:0-Forfait für die St. Gallerinnen gewertet. So treffen sie am Freitagabend um 19 Uhr im Kybunpark auf YB. Man sei bei St. Gallen aber auf dieses Szenario vorbereitet gewesen, schreibt der Klub auf Anfrage von Blick: «Wir haben im Vorfeld mit beiden Szenarien geplant und uns entsprechend vorbereitet.» Da die St. Gallerinnen auch bei einem Ausscheiden für die Platzierungsspiele nochmals im Einsatz gestanden wären, habe sich am Trainingsbetrieb nichts geändert.
Dass sie nun gegen YB im Halbfinal spielen, sei zwar eine Umstellung gewesen, trotzdem sei man aber für die Aufgabe gewappnet. «Das Staff-Team konnte das Team wie gewohnt auf den nächsten Gegner vorbereiten. In einer ersten Phase ging es jedoch darum, die Emotionen zu ordnen und gemeinsam einen kurzen Reset zu machen. Danach konnte der Fokus wieder klar auf die nächste Aufgabe gelegt werden, sodass die inhaltliche Vorbereitung auf den Gegner strukturiert und unverändert weiterlief», heisst es vom FCSG.
FCZ empfängt zu Hause Servette
Im Parallelspiel bittet der FC Zürich Titelfavorit Servette zum Tanz. Während die Zürcherinnen sich im Derby relativ souverän und ohne Gegentor für den Halbfinal qualifizierten, hatten die Genferinnen vor allem im Hinspiel gegen Underdog Aarau mehr Mühe. Dort gab es für die Qualifikationssiegerinnen «nur» ein 2:1. Im Rückspiel sorgte das Team von Trainer Cristian Toro aber für klare Verhältnisse. Gleich mit 4:0 wurden die Aarauerinnen wieder nach Hause geschickt.
Entsprechend vorgewarnt ist man beim FCZ, die bereits im Cuphalbfinal die Kaltschnäuzigkeit der Genferinnen selbst erlebt haben. So sagt Trainer Renato Gligoroski: «Wir müssen von Beginn weg hellwach sein. Kleinigkeiten können gegen solch ein gutes Team schnell zu Problemen anwachsen.»
Immerhin gibt es gute Neuigkeiten für die Zürcherinnen. Bei Chiara Bücher, die im Viertelfinal-Rückspiel noch verletzt ausgefallen ist, schaue es derzeit wieder nach einer Rückkehr in den Kader aus.