Servette ist Schweizer Meister! Die Genferinnen gewinnen sowohl Hin- als auch Rückspiel des Finals gegen YB und feiern nach dem Cupsieg – ebenfalls gegen YB – das Double. Am Freitagabend werden nebst dem Titel noch weitere Geschichten geschrieben.
Da wäre zum Beispiel Laura Tufo (25). Die Genferin spielt schon ihre ganze Karriere bei Servette – nun ist damit Schluss. Die Mittelfeldspielerin hat sich nach über 200 Spielen dazu entschieden, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Dabei übt eine der wenigen Schweizer Spielerinnen auch etwas Kritik: «Es war nicht einfach, aber manchmal muss man akzeptieren, dass die Werte nicht die gleichen sind, die du in deinem Herzen trägst.» Wohin es Tufo zieht, kann oder möchte sie nach dem Spiel nicht verraten. «Ich habe einige Angebote und Projekte. Jetzt warte ich ein paar Wochen und treffe dann meine Entscheidung.» Sie könne sich sowohl einen Klub in der Schweiz als auch im Ausland vorstellen.
Nati-Trainer beobachtet
Und da wäre noch die Geschichte von Amina Muratovic (20). Die Verteidigerin hat diese Woche zum zweiten Mal ein Aufgebot von Nati-Trainer Rafel Navarro (40) erhalten. Der Spanier ist beim Final sogar anwesend und schaut sich das Spiel seines Schützlings aus nächster Nähe an.
Bereits am Montag beginnt der Zusammenzug. Also keine Verschnaufpause für die 20-Jährige? Nicht ganz wie Muratovic gegenüber Blick verrät. Erst steht die grosse Party an. «Jetzt ist erstmal feiern angesagt. Heute denke ich noch nicht daran. Ab morgen fokussiere ich mich dann wieder.»
Der Titel bedeutet ihr sehr viel. «Wir sind so stolz darauf, hier zu sein und den Titel in Genf zu gewinnen. Wir haben gekämpft, alles gegeben und wollten einfach gewinnen.» Das haben sie auch gemacht – und zum dritten Mal innert fünf Jahren die Meister-Trophäe in die Westschweiz gebracht.