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Wälti nach Sieg unzufrieden:«So macht Fussballspielen nicht mehr ganz so viel Spass»

Nach der Pause stark abgebaut
Licht und Schatten bei Frauen-Nati im Nordirland-Wetterchaos

Dank der Tore von Géraldine Reuteler und Smilla Vallotto bezwingt die Schweiz zum Abschluss der WM-Qualifikations-Gruppenphase auswärts Nordirland mit 2:1.
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Angenehme Bedingungen herrschen beim Spiel zwischen Nordirland und der Schweiz (im Bild Seraina Piubel) wahrlich nicht.
Foto: keystone-sda.ch

Das Spiel

Die Schweizerinnen werden in Lurgan gegen Nordirland knapp ihrer Favoritinnenrolle gerecht. Das 2:1 ist gleichbedeutend mit dem fünften Sieg im sechsten WM-Qualifikationsmatch. Die 16 Punkte toppt in der Nations-League-Stärkeklasse B keine andere Nation. Rang eins hatte das Team von Rafel Navarro bereits vor dem Anpfiff auf sicher.

Verrückt spielt in Nordirland vor allem das Wetter (siehe «Das gab zu reden»). Doch nicht nur die Bedingungen präsentieren sich wechselhaft. Auch die Nati zeigt Licht und Schatten.

Nach einer kurzen Unkonzentriertheit in der Abwehr in der neunten Minute (Torhüterin Elvira Herzog ist zur Stelle) hat die Schweiz lange Zeit alles im Griff, ohne dabei an die Grenzen gehen zu müssen. Und mit Géraldine Reuteler einen offensiven Trumpf in den eigenen Reihen, der für die Glanzpunkte in dieser an Highlights armen Partie sorgt.

Zwar gelingt es Reuteler zunächst nicht, den Lapsus von Nordirlands Keeperin Jacqueline Burns zu bestrafen, indem sie mit ihrem Lupfer das offene Gehäuse verfehlt. Danach holt die 27-Jährige allerdings Verpasstes nach und bereitet nach ihrem Treffer zum 1:0 auch noch Smilla Vallottos Tor vor der Pause vor.

Die grosse Nati-Goalshow – wie noch vor vier Tagen in Lugano beim 6:1 gegen Malta – bleibt in Lurgan aus. Die Schweizerinnen lassen in der zweiten Halbzeit vieles vermissen. Der Leistungsabfall rächt sich. Kurz vor Schluss muss Herzog hinter sich greifen. Am Ausgang der Partie ändert dies jedoch nichts mehr.

Die Tore

29. Minute, Géraldine Reuteler, 0:1. Leila Wandeler lässt im Strafraum den Ball für Reuteler eher zufällig, weil bedrängt, abtropfen. Deren platzierter Schuss findet via Innenpfosten den Weg ins nordirische Tor.

41. Minute, Smilla Vallotto, 0:2. Reuteler tanzt rechts aussen ihre Gegenspielerin aus und passt danach flach ins Zentrum. Ungedeckt hat Vallotto keinerlei Mühe, für die Schweiz zu erhöhen.

85. Minute, Emily Cassap, 1:2. Noelle Maritz verliert den Ball und Lia Wälti lässt sich anschliessend von Cassap wegdrücken. Die just zuvor eingewechselte Länderspieldebütantin fackelt nicht lange und schlenzt den Ball gefühlvoll in die Ecke.

Die Beste

Géraldine Reuteler. Erzielt das 1:0 mit einem platzierten Schuss und bereitet das zweite Tor mustergültig vor.

Die Schlechteste

Noelle Maritz. Verliert vor dem 1:2 unnötig den Ball und verpasst in der ersten Halbzeit zwei gute Torchancen.

Die Stimmen

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Wälti nach Sieg unzufrieden:«So macht Fussballspielen nicht mehr ganz so viel Spass»

Lia Kamber (gegenüber SRF): «Es ist schade, haben wir das Gegentor noch bekommen, das Ziel war es, zu null zu spielen. Aber wir können die drei Punkte mitnehmen und jetzt gilt der Fokus den kommenden Spielen. Teilweise hätten wir den Ball noch mehr laufen lassen und etwas mehr abwarten können, bevor wir nach vorne gehen. Aber schlussendlich haben wir das Spiel trotzdem dominiert», erklärt Lia Kamber unmittelbar nach Schlusspfiff. «Es war sehr schön und ich bin mega dankbar, dass ich die Chance bekommen habe», kommentiert sie ihr Startelfdebüt.

Das gab zu reden

Sommerwetter in Nordirland? Von wegen! Kurz vor Spielbeginn beginnt es in Lurgan derart heftig zu hageln, dass die Schweizerinnen für kurze Zeit auf die Tribüne flüchten und Schutz suchen. Während der Partie bleibt das Wetter vogelwild. Mal scheint die Sonne, mal regnet es wieder wie aus Kübeln. In Nordirland macht scheinbar auch der Juni, was er will.

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Unwetter in Lurgan:Schweizerinnen flüchten vor Hagel

Die Schiris

Die Griechin Anastasia Mylopoulou hat das Geschehen gut im Griff. Sie wählt eine lockere Linie.

Die Fans

Immerhin eine der Tribünen im Mourneview Park von Lurgan ist gut gefüllt. Viele Familien sind mit ihren Kindern da und feuern ihre Nordirinnen an. Auch einige Schweizer Fans haben es ins kleine Städtchen (23'000 Einwohner) rund eine halbe Stunde entfernt von Belfast geschafft. Auch unter den Zuschauenden: Die in den letzten Tagen kranke Riola Xhemaili und die angeschlagene Sydney Schertenleib.

So gehts weiter

Erst am Donnerstag in einer Woche findet die Auslosung der WM-Playoffs (1. und 2. Runde) statt. Als Gruppensieger kriegt es die Schweiz in der 1. Runde im Oktober mit einem Tabellenzweiten oder -dritten der Nations-League-Stärkeklasse B zu tun.

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