Die Nati zeigt in Nordirland einen sehr reifen Auftritt in den ersten 45 Minuten. Man weiss mit dem hohen Ballbesitzanteil von 75 Prozent einiges anzufangen und liegt daher verdient in Führung. Beide Tore spielen die Schweizerinnen sehenswert heraus. Hinten wird es nur in der 9. Minute einmal gefährlich, als man die Gegnerinnen durch einen Ballverlust im Aufbau zum schnellen Umschalten einlädt. Elvira Herzog im Tor ist jedoch auf dem Posten.
Pause in Lurgan. Die Schweiz geht mit einem 2:0 in die Kabine. Mittlerweile regnet es übrigens wieder. Hagel, Regen, Sonne und jetzt wieder Regen – das Wetter in Nordirland hat einiges auf Lager.
Die Schweiz lässt den Ball in der Schlussphase der ersten Halbzeit mit grosser Sicherheit zirkulieren. Nach einer weiteren Crnogorcevic-Flanke von rechts kommt Noelle Maritz links im Rückraum zu einem Abschluss, der aber locker pariert werden kann.
Smilla Vallotto trifft zum 2:0. Géraldine Reuteler dribbelt sich rechts im Strafraum mit zwei schnellen Haken an Aimee Kerr vorbei und legt flach in den Strafraum. Die Nati besetzt den Strafraum mit vier Spielerinnen – eine davon ist Vallotto, die aus sechs Metern souverän einschieben kann.
Viola Calligaris verliert den Ball im Aufbau an Ellie Mason. Obwohl sie ihre Gegnerin danach klar zurückhält, um den Konter zu unterbinden, bekommt sie keine Gelbe Karte.
Eine flache Hereingabe von Smilla Vallotto von rechts wird gefährlich zu einer Bogenlampe abgelenkt, sodass die Torhüterin den Ball noch über die Latte lenken muss. Nach der fälligen Ecke, die wegen Rangeleien im Fünf-Meter-Raum über eine Minute auf sich warten lässt, entsteht keine Gefahr. Aimee Kerr und Ana-Maria Crnogorcevic sehen im Vorfeld der Ecke Gelb.
Géraldine Reuteler trifft zur verdienten Führung. Was für eine Kombination der Nati: Julia Stierli findet mit einem Flachpass aus der Verteidigung Seraina Piubel, die direkt auf Smilla Vallotto ablegt. Diese chipt den Ball wiederum in die Spitze, wo Leila Wandeler den Ball mit dem Rücken zum Tor perfekt tropfen lässt. Reuteler trifft per Direktschuss unten rechts via Pfosten ins Tor.
Jetzt hat die Nati mal Platz. Weil die Nordirinnen in der Vorwärtsbewegung den Ball verlieren – Innenverteidigerin Viola Calligaris antizipiert einen Pass stark – gehts schnell in die andere Richtung. Calligaris treibt den Ball, legt dann rechts raus auf Ana-Maria Crnogorcevic. Die Schweizer Rekordtorschützin, die mittlerweile als Aussenverteidigerin fungiert, zieht zur Mitte und schlenzt gefährlich in Richtung Tor. Der Schuss aus etwa 16 Metern geht nur knapp links vorbei.
Die Nati hat bisher 74 Prozent Ballbesitz. Einige gefährliche Situationen sind dabei schon herausgesprungen. Die beste erfolgte nach einem Fehler der gegnerischen Torhüterin. Aber trotz Dominanz könnte es auch schon 1:0 für Nordirland stehen. Elvira Herzog parierte in der 9. Minute stark.

