Von Kosovo, über USA nach Senegal
Die Nati ist so multikulti wie noch nie

Die Nati begeistert mit ihren leidenschaftlichen Auftritten die ganze Schweiz. Mehr als die Hälfte des Teams von Pia Sundhage hat ausländische Wurzeln. So multikulti war die Nati noch nie.
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Die Schweizer Nati ist so multikulti wie noch nie.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Nati-Spielerinnen mit ausländischen Wurzeln prägen Gegenwart und Zukunft
  • Multikulturelle Hintergründe beeinflussen Spielstil und Persönlichkeit der Fussballerinnen
  • 13 von 23 Nationalspielerinnen haben Vorfahren aus verschiedenen Ländern
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Sie stehen für die Gegenwart, aber vor allem auch für die Zukunft der Schweizer Nati. Das Teenager-Quartett mit Noemi Ivelj, Sydney Schertenleib, Iman Beney und Leila Wandeler. Ihnen gemeinsam ist nicht nur, dass sie alle zusammen an der U17-EM 2023 in den Halbfinal eingezogen sind, sie alle haben auch Wurzeln im Ausland.

«Pünktlichkeit schweizerisch. Organisation schweizerisch. Mein Temperament sowie meine Direktheit und Ehrlichkeit sind eher kroatisch», sagt Noemi Ivelj (18) mit einem Lachen, als sie auf die Herkunft ihrer Eltern angesprochen wird.

Sydney Schertenleibs Mutter stammt aus Florida, weswegen die Stürmerin zu Hause Englisch spricht. Immer wieder verbringt die Familie Ferien in den USA, nun, während der EM, ist die Verwandtschaft in die Schweiz gekommen, um ihrer berühmten Nichte und Cousine beim Kicken zuzuschauen. Viel Amerikanisches habe sie aber nicht, so Schertenleib. «Am ehesten war unser Essen etwas amerikanisch angehaucht.»

Der Spass an der Musik und am Tanzen sowie die Lebensfreude sind jene Attribute, die Iman Beney ihrer zweiten Kultur zuschreibt. Den Wunsch ihrer brasilianischen Mutter, Tänzerin zu werden, erfüllt sie aber nicht. Die Liebe zum Fussball war stärker. Auch Leila Wandeler, deren Mutter aus dem Senegal stammt, ist eine talentierte Tänzerin, wie sie im Nati-Camp immer wieder unter Beweis stellt. «Das Tänzerische ist sicherlich das Afrikanische an mir.» Und Pünktlichkeit und Organisation seien nicht ihre Stärken. «Aber ich habe auch Freiburger Blut in mir, lebe ich doch schon lange da.»

Mehr als die Hälfte mit ausländischen Wurzeln

13 von 23 Nati-Spielerinnen vereinen verschiedene Kulturen in sich. Vorfahren aus Afrika haben auch Alayah Pilgrim, Coumba Sow und Meriame Terchoun. Pilgrims Vater kommt aus Marokko, weswegen die Aargauerin auch die Möglichkeit gehabt hätte, an der WM 2023 für die Nordafrikaner aufzulaufen. «Es war verlockend. Doch mein Herz ist in der Schweiz, ich bin hier aufgewachsen und ausgebildet worden.»

Multikulturell wächst auch Coumba Sow (30) auf. Der Vater der gebürtigen Zürcherin kommt aus dem Senegal, die Mutter aus der Niederlande. Sie selbst hat jahrelang in den USA gelebt und später auch in Frankreich. «Mein starker Charakter und mein Feuer sind sicherlich afrikanisch, die Weltoffenheit habe ich von meiner Mutter», sagte sie vor der WM 2023 zu Blick. Sows gute Freundin Terchoun hat neben algerischen auch deutsche Vorfahren.

Xhemaili: «Ich kann drei Länder stolz machen»

Riola Xhemailis Eltern stammen aus dem Kosovo. Neben der Muttersprache sei auch ihr Temperament eher albanisch. «Wichtig ist aber, dass ich die richtigen Werte mitbekommen habe; von meinen Eltern, Freunden, Lehrern und Trainern.» Ihr später Ausgleich gegen Finnland ist auch in ihrer zweiten Heimat und in Albanien viral gegangen. «Dass ich mit meinem Tor gleich drei Länder stolz machen konnte, ist für mich umso schöner.»

Gar nicht in der Schweiz aufgewachsen sind Smilla Vallotto, Noelle Maritz und Laia Ballesté. Vallotto, Tochter einer Norwegerin und eines Italieners, ist zwar in Genf geboren, doch die Familie zieht nach Norwegen, als Smilla vier Jahre alt ist. Sie wächst mit drei Brüdern in Stavanger auf. In der Schweiz hat Vallotto noch nie gespielt.

Noelle Maritz verbrachte die ersten zehn Lebensjahre in den USA, weil ihre Eltern aus beruflichen Gründen nach Kalifornien zogen. Erst mit zehn kommt sie in die Ostschweiz, mittlerweile leben die Eltern im Bündnerland. Gar nie in der Schweiz gelebt hat Laia Ballesté, die Familie mütterlicherseits wandert von Neuenburg nach Spanien aus, als Ballestés Mutter 10 Jahre alt ist. Die EM in der Schweiz ist für sie eine Rückkehr zu ihren Wurzeln.

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WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
3
3
7
2
Italien
Italien
3
5
4
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Serbien
Serbien
3
-8
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
2
7
2
Frankreich
Frankreich
3
3
6
3
Irland
Irland
3
-1
3
4
Polen
Polen
3
-4
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
8
9
2
Spanien
Spanien
3
4
6
3
Island
Island
3
-4
3
4
Ukraine
Ukraine
3
-8
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
13
9
2
Norwegen
Norwegen
3
2
6
3
Slowenien
Slowenien
3
-9
3
4
Österreich
Österreich
3
-6
0
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
3
9
7
1
Wales
Wales
3
9
7
3
Albanien
Albanien
3
-7
3
4
Montenegro
Montenegro
3
-11
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
7
9
2
Türkei
Türkei
3
2
6
3
Nordirland
Nordirland
3
1
3
4
Malta
Malta
3
-10
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
3
9
9
2
Finnland
Finnland
3
2
6
3
Slowakei
Slowakei
3
-5
3
4
Lettland
Lettland
3
-6
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
3
12
7
2
Belgien
Belgien
3
8
7
3
Israel
Israel
3
-2
3
4
Luxemburg
Luxemburg
3
-18
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Litauen
Litauen
3
7
7
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
12
6
3
Estland
Estland
3
-1
4
4
Liechtenstein
Liechtenstein
3
-18
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
3
9
9
2
Kroatien
Kroatien
3
1
6
3
Bulgarien
Bulgarien
3
2
3
4
Gibraltar
Gibraltar
3
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
3
6
7
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
3
3
6
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
3
-4
3
4
Andorra
Andorra
3
-5
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
2
-3
0
3
Georgien
Georgien
1
-3
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
2
5
6
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
2
-4
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
3
3
6
1
Kasachstan
Kasachstan
3
3
6
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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