Darum gehts
- Die Nati gewinnt 4:1 gegen Malta im WM-Quali-Spiel auf Ta'Qali
- Spielerinnen kritisieren verpassten Kantersieg trotz vieler Chancen und Gegentor
- Nati spielt im April zweimal gegen Türkei, Gruppensieg entscheidend für Playoffs
Der 4:1-Sieg der Nati auf Malta wird nicht gross in Erinnerung bleiben. Nicht von der Leistung der Schweizerinnen her. Und schon gar nicht vom Wetter und der tristen Ambiance her, auch wenn die paar Dutzend Schweizer Fans zumindest punktuell für etwas Stimmung im trostlosen Centenary Stadium in Ta'Qali sorgten.
Peter Knäbel (59) liess sich deswegen auf der Tribüne die Stimmung aber nicht verderben. Der SFV-Präsident liess sich es nicht nehmen, für 24 Stunden auf die Mittelmeerinsel zu fliegen, um dem zweiten WM-Quali-Spiel der Nati beizuwohnen. Zumal es für ihn auch eine Reise in die Vergangenheit war. Denn 1995, als Leih-Spieler des FC St. Gallen, seiner ersten Station in der Schweiz, reiste er mit den Ostschweizern nach Malta ins Trainingslager.
Verpasster Kantersieg
Vor 30 Jahren war von den Nati-Spielerinnen noch nicht mal eine knappe Handvoll geboren. Und ein maltesisches Frauen-Nationalteam hatte noch nicht einmal existiert. Drei Jahrzehnte später müssen die Malteserinnen nach ihrem erstmaligen Aufstieg in die Liga B der Nations League zwar Lehrgeld bezahlen. Doch sie schlagen sich wacker, auch wenn die Nati spielerisch mindestens zwei Klassen besser ist.
Mit 1:4 hält sich das Ergebnis am Ende im Rahmen – zum Ärger der Schweizerinnen, die es verpassen, einen Kantersieg zu feiern. «Wir hätten 7:0 oder 8:0 gewinnen müssen», sagt Captain Lia Wälti gegenüber SRF. «Wir müssen das Spiel noch mehr dominieren», so Nadine Riesen. «Wir haben wieder unglaublich viele Chancen gehabt, die wir nicht reintun. Und das Gegentor ist enttäuschend.» Für die Nati ist es eine verpasste Chance, zumal in dieser komplizierten Quali früher oder später die Tordifferenz durchaus noch ein Faktor werden könnte.
Gegen die Türkei gehts um den Gruppensieg
Trainer Rafel Navarro (40) begrüsst die selbstkritische Analyse seiner Spielerinnen. «Wir haben höhere Erwartungen an uns und können es viel besser», so der Spanier. Nicht nur das Resultat sei wichtig, sondern die Art und Weise, wie sie spielen würden. «Wir müssen schneller und technisch besser kombinieren. Ich bin mit vielen Dingen nicht zufrieden.» Den Grad seiner Zufriedenheit beziffert Navarro auf «50 Prozent», beim 2:0 gegen Nordirland waren es noch 70 Prozent gewesen. Der einzige positive Punkt: «Immerhin haben wir mehr Tore geschossen.»
Bereits im April muss eine Leistungssteigerung her. Dann trifft die Nati innerhalb von vier Tagen zweimal auf die Türkei, zuerst zu Hause in Zürich, vier Tage später auswärts am Schwarzen Meer. Schon jetzt ist praktisch klar: In diesen beiden Duellen geht es um den Gruppensieg, da die Türkei nach Malta (3:0) auch Nordirland bezwungen hat (1:0). Um sich für die Playoffs eine bessere Ausgangslage zu verschaffen, ist Platz 1 in der Gruppe Pflicht.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Norwegen | 3 | 3 | 9 | |
2 | Schweiz | 3 | 1 | 4 | |
3 | Finnland | 3 | 0 | 4 | |
4 | Island | 3 | -4 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Spanien | 3 | 11 | 9 | |
2 | Italien | 3 | -1 | 4 | |
3 | Belgien | 3 | -4 | 3 | |
4 | Portugal | 3 | -6 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweden | 3 | 7 | 9 | |
2 | Deutschland | 3 | 0 | 6 | |
3 | Polen | 3 | -4 | 3 | |
4 | Dänemark | 3 | -3 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Frankreich | 3 | 7 | 9 | |
2 | England | 3 | 8 | 6 | |
3 | Niederlande | 3 | -4 | 3 | |
4 | Wales | 3 | -11 | 0 |
