Alles deutet auf Thalmann hin
Goalie-Frage in der Frauen-Nati ist für die WM geklärt

Offiziell ist die Entscheidung im Goalie-Dreikampf noch nicht. Aber Nati-Trainerin Inka Grings schwärmt im WM-Camp in Yverdon offen von Goalie-Routinier Gaëlle Thalmann. «Gaga» verteidigt ihren Platz im Tor.
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Offiziell ist die Entscheidung zwar noch nicht, aber: Gaëlle Thalmann wird die Nummer 1 im Schweizer Kasten bleiben.
Foto: keystone-sda.ch

Für die dritte Vorbereitungswoche auf die WM in Neuseeland zieht die Frauen-Nati von Magglingen nach Yverdon um. Vom ruhigen Sportler-Ort oberhalb von Biel kommen aber auch ungeklärte Fragen mit an den Neuenburgersee ins kleine Stadion des Super-League-Aufsteigers.

Eine davon: Wer steht an der WM im Schweizer Tor? Nati-Trainerin Inka Grings (44) lässt im WM-Camp die Goaliefrage noch immer offen. Die beiden Bündnerinnen Livia Peng (21) aus Domat/Ems und Seraina Friedli (30) aus dem Engadin fordern die langjährige Nummer 1, Gaëlle Thalmann (37), heraus.

Das Goalie-Trio wurde noch nicht informiert

Eigentlich wollte sich Grings zusammen mit ihrem Staff schon im Laufe der letzten Woche entscheiden, auf wen sie im Tor setzt. Doch in Yverdon stellt sich heraus, dass das Goalie-Trio nach dem freien Wochenende eingerückt ist, ohne die Goaliehierarchie für Neuseeland zu kennen. Peng: «Uns wurde noch nichts gesagt.» Thalmann ahnt allerdings etwas: «Ich nehme an, sie haben es intern schon entschieden.»

Aber Grings verschiebt die Kommunikation der Goaliefrage nochmals bis vor das Testspiel am Freitag in Biel gegen Sambia. Aber es deutet alles darauf hin, dass die ewige Thalmann nicht auf die Bank muss und nach der WM 2015, EM 2017, EM 2021 und nun WM 2023 auch an ihrem vierten grossen Turnier im Kasten stehen wird.

Denn Grings schwärmt an einer Medienrunde im VIP-Raum von Yverdon richtiggehend von der Fribourgerin, die im Team alle Gaga nennen. Nach Martina Voss-Tecklenburg und Nils Nielsen dürfte die ewige Gaga auch bei Grings die Nummer 1 sein. «Gaëlle hat eine unfassbare Ausstrahlung. Von der Art ihrer Kommunikation her, von der Körpersprache, von ihrer Einstellung und vom Willen her ist sie nicht umsonst seit elf Jahren top. Das muss man auch respektieren. Zudem hat sie eine erfolgreiche Saison gespielt und hat weitaus mehr Spiele absolviert als Livia.»

Thalmann spielte in Spanien öfters als Peng

Thalmann spielte bei Betis Sevilla wegen einer vom Trainer vorgegebenen Torhüterinnen-Rotation zwar nicht jede Partie, doch nach der Entlassung des Coaches und dem Fall in den (erfolgreich bestrittenen) Abstiegskampf war die Schweizerin wieder fix im Tor und als Routinier eine wertvolle Teamstütze.

Peng hingegen hat ein wechselhaftes erstes Jahr im Ausland hinter sich. Beim Transfer vom FCZ zum Schweden-Klub Häcken wurde sie mit der Aussicht auf die Nummer 1 ab der Winterpause gelockt – doch dann verlängerte die Konkurrentin plötzlich ihren Vertrag und blieb im Kasten. Peng ging leihweise zu Levante nach Spanien, wo sie zu einigen Einsätzen kam. Nati-Trainerin Grings: «Livia hat eine eher bescheidene Saison hinter sich. Doch da wird sie daraus lernen, sie hat einen brutalen Ehrgeiz.»

Da Grings ebenso betont, dass ihr eine klare Hierarchie wichtig ist, scheinen alle Würfel gefallen. Thalmann bleibt die Nummer 1, Peng wird Nummer 2 und die künftige Anderlecht-Torhüterin Friedli die Nummer 3.

WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
4
3
8
2
Schweden
Schweden
4
1
7
3
Italien
Italien
4
5
5
4
Serbien
Serbien
4
-9
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
4
2
8
2
Frankreich
Frankreich
4
3
7
3
Irland
Irland
4
0
6
4
Polen
Polen
4
-5
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
4
9
12
2
Spanien
Spanien
4
9
9
3
Island
Island
4
-5
3
4
Ukraine
Ukraine
4
-13
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
4
13
10
2
Norwegen
Norwegen
4
3
9
3
Slowenien
Slowenien
4
-10
3
4
Österreich
Österreich
4
-6
1
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
4
12
10
2
Wales
Wales
4
10
10
3
Albanien
Albanien
4
-8
3
4
Montenegro
Montenegro
4
-14
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
4
7
10
2
Türkei
Türkei
4
2
7
3
Nordirland
Nordirland
4
3
6
4
Malta
Malta
4
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
4
10
12
2
Finnland
Finnland
4
3
9
3
Slowakei
Slowakei
4
-6
3
4
Lettland
Lettland
4
-7
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
4
12
8
2
Belgien
Belgien
4
8
8
3
Israel
Israel
4
0
6
4
Luxemburg
Luxemburg
4
-20
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
4
18
9
2
Litauen
Litauen
4
6
7
3
Estland
Estland
4
0
7
4
Liechtenstein
Liechtenstein
4
-24
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
4
10
12
2
Kroatien
Kroatien
4
10
9
3
Bulgarien
Bulgarien
4
1
3
4
Gibraltar
Gibraltar
4
-21
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
4
13
10
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
4
5
9
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
4
-11
3
4
Andorra
Andorra
4
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
3
-2
3
3
Georgien
Georgien
2
-4
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
3
8
9
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
3
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
3
3
6
1
Kasachstan
Kasachstan
3
3
6
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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