Darum gehts
- Riola Xhemaili schießt die Schweiz ins Viertelfinale
- Viola Calligaris verursachte den Elfmeter zur finnischen Führung
- Spanien oder Italien Gegner im Viertelfinale am 18. Juli
Was war das für ein Drama! Lange sah es am gestrigen Abend nach dem Führungstreffer der Finninnen so aus, als würde die Schweiz an der Heim-EM bereits in der Gruppenphase ausscheiden. Dann kam Riola Xhemaili und schoss die Nati in der 92. Minute doch noch in den Viertelfinal. «Ehrlich gesagt war ich ziemlich erleichtert, das Riola dieses Tor noch gemacht hat. Das wäre sonst eine Katastrophe gewesen – nicht nur für mich, sondern für alle», so Viola Calligaris – die den Penalty zur Finnland-Führung verursacht hatte – an der Pressekonferenz einen Tag nach dem Spiel.
Die Juve-Verteidigerin weiter: «Ich bin unglaublich stolz auf das Team und darauf, was wir vor allem in den letzten 15 Minuten gemacht haben. Man hat keine Nervosität im Team gespürt. In der 92. Minute schiessen wir den Ball nicht einfach nach vorne, sondern spielen das Tor raus. Es war deshalb kein Zufall, das wir noch getroffen haben.»
Motivations-Rede von Lehmann
Nach der Motivations-Rede von Alisha Lehmann vor der Partie gegen Finnland stellte sich auch die Frage, wer die Nati diesmal erfolgreich eingeschworen hat? «Es wird vor dem Spiel immer gefragt, wer die Rede halten möchte. Vor dem Island-Spiel hat Lia mich gefragt, ob ich es machen möchte. Ich habe die Rede zuvor zweimal gehalten und wir haben danach verloren. Weil ich da nichts dem Zufall überlassen möchte, habe ich es gegen Island Alisha überlassen – und wir haben gewonnen. Deshalb hat sie auch gegen Finnland die Rede gehalten und wir haben erneut nicht verloren.»
Im Viertelfinal trifft die Nati nun auf Spanien oder Italien (18. Juli, 21 Uhr). «Welches Land ich mir wünsche, ist schwierig zu sagen. Beides sind sehr gute Mannschaften. Klar, Spanien ist Weltmeister, aber Italien ist auch sehr stark, vor allem in der Offensive.» Bis dahin haben die Schweizerinnen aber noch einige Tage Zeit – auch um sich zu erholen. «Wie der genaue Plan aussieht, wissen wir nicht. Wir nehmen es ein bisschen von Tag zu Tag. Morgen werden die Spielerinnen frei haben, danach werden wir weiter unser Programm durchzuziehen», so Nati-Boss Marion Daube.