Der Druck auf Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) wächst von allen Seiten: Europas, Nord- und Mittelamerikas sowie Asiens Fussballverbände stellen sich offen gegen ihn.
Noch vor wenigen Tagen soll Infantino in seiner Not sogar US-Präsident Donald Trump (80) um Hilfe gebeten haben. Trump liess den Fifa-Chef zunächst abblitzen, wie es hiess.
Nun die Kehrtwende: Während sich die grossen Fussballverbände von Infantino abwenden, stellt sich Trump demonstrativ hinter ihn.
«Er ist fantastisch»
Auf Truth Social warnt Trump die Fifa ausdrücklich davor, auch nur über einen Ersatz für Infantino nachzudenken. «Er ist fantastisch, er hat gerade die erfolgreichste Weltmeisterschaft geleitet, die es je gegeben hat – viermal so erfolgreich», schreibt Trump. Viermal so erfolgreich wie was, lässt Trump offen. Ohne Infantino, schreibt er weiter, werde eine WM «nie wieder so erfolgreich oder profitabel» sein.
In einem gemeinsamen Brief haben Uefa, Amerikas Concacaf und die asiatische AFC Infantino einen «tiefgreifenden Vertrauensbruch» und «Täuschung» vorgeworfen. Auslöser war Infantinos zurückgezogener Plan, einen Anteil an den kommerziellen Rechten der WM an Investoren zu verkaufen. Zusätzlich haben mehrere nationale Verbände ihre Unterstützung für seine Wiederwahl zurückgezogen.
Fifa-Statement
Mit einem Brandschreiben wies Fifa Vorwürfe gegen ihren Präsidenten unlängst resolut zurück und betonte, dass er demokratisch gewählt worden sei und weiterhin das Mandat der Mitgliedsverbände habe.
Fifa kritisierte eine gezielte Kampagne mit unbelegten oder falschen Behauptungen. Kritikern wird mit dem Rechtsweg gedroht: «Wenn die Berichterstattung ungenau oder irreführend ist, wird Fifa sie direkt und energisch anfechten.»