Fassnacht hätte sich selbst Rot gegeben
1:24
Ärgerliches Eigentor:YB fliegt aus der Champions League

Nun warten Teams wie Celtic, Legia oder Cluj
Nach dem Debakel könnte es für YB knüppeldick kommen

Der Frust ist bei YB nach dem Zuschlagen der Champions-League-Türe riesig. Und er könnte noch grösser werden, wenn am Freitag der «falsche» Gegner für die Europa-League-Playoffs ausgelost wird.
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Da lebte die Hoffnung noch: Die YB Spieler kurz vor Spielbeginn.
Foto: freshfocus
Alain Kunz

Es ist der wohl bitterste Moment für Gerry Seoane als YB-Trainer. Mal abgesehen von diesem 0:4 im Cup-Viertelfinal in Luzern 2019. Aber das ging als Betriebsunfall durch, den man in der Meisterschaft mit dem überlegensten Meistertitel aller Zeiten korrigierte.

Aber das hier in Mitteljütland? Das war kein Betriebsunfall. Das war mehr. Das war ein Totalversagen in einer Halbzeit. So wie in der ersten gegen Klaksvik. Nun ist es die zweite gegen einen ordentlichen Gegner wie Midtjylland. Ordentlich, aber auch nicht mehr.

«Ganz bittere Niederlage»

Umso enttäuschter war Trainer Gerry Seoane. Er sprach von einer «ganz bitteren Niederlage», die aber aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewesen sei. «Da hatten wir zu viele Eigenfehler, zu viele Abspielfehler und konnten uns nach vorne nicht mehr lösen.» Man müsse auch sehen, was für ein Gegner dies gewesen, sei, der da auf der anderen Seite stand: Stark auf stehende Bälle, physisch präsent über neunzig Minuten.

Ja mein Gott, war denn dies die ganz grosse Überraschung, das Midtjylland auf seine Stärken setzt? Auf die stehenden Bälle, die im Land der Statistik-Hörigen bis zur Erschöpfung trainiert werden. Und auf die Physis, wofür dasselbe Kriterium gilt.

Nein, war es natürlich nicht. Umso enttäuschender, dass YB in einer desaströsen zweiten Halbzeit nie Zugriff aufs Spiel fand.

Der Traum von 30 Millionen ist also irgendwo in Mitteljütland geplatzt wie eine Seifenblase. Gut möglich, dass nun ganz schnell Bewegung kommt in den hängigen Transferfällen Jean-Pierre Nsame und Christian Fassnacht, welche die besten YB-Chancen versiebten. Im Moment darf nicht davon ausgegangen werden, dass vor allem Nsame noch dabei sein wird, wenn es am 1. Oktober für YB (in einer Ein-Spiel-Entscheidung) darum geht, wenigstens das Minimum zu retten: die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase.

Starke Gegner möglich

Die Paarungen werden am 18. September ausgelost. Doch weil sowohl die zweite wie auch die dritte Quali-Runde noch ausstehen, ist die Auswahl an möglichen Gegnern noch nicht sehr fix. Zwei, die bereits bekannt sind: Ludogorets Rasgrad (das erste Midtjylland-Opfer…) und KF Tirana. YB ist gesetzt, und dennoch sind viele mögliche Kontrahenten Hochkaräter. Teams wie Celtic Glasgow, Legia Warschau, Cluj, FK Sarajevo etc... Eine Mannschaft wie Celtic, Ludogorez oder Legia – YB wäre momentan Aussenseiter. Das Worst-case-Szenario kann also erst noch eintreten.

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Europa League 26/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Juventus Turin
Juventus Turin
1
5
3
2
Crystal Palace
Crystal Palace
1
4
3
3
Sparta Prag
Sparta Prag
1
3
3
4
Besiktas JK
Besiktas JK
1
3
3
5
Union Saint-Gilloise
Union Saint-Gilloise
1
3
3
6
Ferencvaros Budapest
Ferencvaros Budapest
1
2
3
7
SL Benfica
SL Benfica
1
2
3
8
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
1
2
3
8
OFI Kreta
OFI Kreta
1
2
3
10
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
1
1
3
10
Olympique Lyon
Olympique Lyon
1
1
3
10
SCU Torreense
SCU Torreense
1
1
3
13
Olympiakos Piräus
Olympiakos Piräus
1
1
3
14
FC Salzburg
FC Salzburg
1
1
3
15
AC Omonia Nicosia
AC Omonia Nicosia
1
1
3
15
FC Sunderland
FC Sunderland
1
1
3
17
GNK Dinamo Zagreb
GNK Dinamo Zagreb
1
0
1
17
Hapoel Beer Sheva FC
Hapoel Beer Sheva FC
1
0
1
17
SK Sturm Graz
SK Sturm Graz
1
0
1
17
FC Stade Rennes
FC Stade Rennes
1
0
1
21
Jagiellonia Bialystok
Jagiellonia Bialystok
1
-1
0
22
Lilleström SK
Lilleström SK
1
-1
0
22
Real Sociedad
Real Sociedad
1
-1
0
22
RSC Anderlecht
RSC Anderlecht
1
-1
0
25
AZ Alkmaar
AZ Alkmaar
1
-1
0
25
Levski Sofia
Levski Sofia
1
-1
0
25
RC Celta de Vigo
RC Celta de Vigo
1
-1
0
28
Celtic Glasgow
Celtic Glasgow
1
-2
0
29
AC Mailand
AC Mailand
1
-2
0
29
NK Celje
NK Celje
1
-2
0
29
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
1
-2
0
32
Olympique Marseille
Olympique Marseille
1
-3
0
33
FC Ararat Armenia
FC Ararat Armenia
1
-3
0
34
FC Viktoria Pilsen
FC Viktoria Pilsen
1
-3
0
35
KKS Lech Posen
KKS Lech Posen
1
-4
0
36
NEC Nijmegen
NEC Nijmegen
1
-5
0
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