Ein Vater der EM 2008
Der SFV trauert um Ehrenpräsident Ralph Zloczower (†93)

Der ehemalige Präsident des Schweizerischen Fussballverbands, Ralph Zloczower, ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Er leitete den SFV vor und während der EM 2008 im eigenen Land.
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Ex-SFV-Präsident Ralph Zloczower ist 93-jährig verstorben.
Foto: Keystone

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  • Ralph Zloczower (†93), Ex-SFV-Präsident, starb am 10. September 2026
  • Er führte den SFV 2001–2009, prägte die EM 2008 in der Schweiz
  • Zloczower war auch YB-Präsident, gewann 1977 den Schweizer Cup
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Der Schweizer Fussball trauert um Ralph Zloczower (†93). Der Ehrenpräsident des Schweizerischen Fussballverbands ist am 10. September friedlich eingeschlafen, gibt der SFV am Freitag bekannt.

Der Berner war von 2001 bis 2009 Präsident des Verbands. Davor war er von 1972 bis 1980 unter anderem Präsident der Young Boys, mit denen er 1977 den Cup holte.

Zu den grössten Erfolgen in Zloczowers Amtszeit an der SFV-Spitze gehört die Austragung der EM 2008 in Österreich und der Schweiz, die im Dezember 2002 vergeben wurde. Im Vorfeld des Turniers fungierte er von 2004 bis 2006 als Verwaltungsratspräsident der Organisationsgesellschaft der Euro 2008.

«Wir sind Ralph Zloczower äusserst dankbar dafür, dass er dem Schweizer Fussball mit juristischem Sachverstand, Verhandlungsgeschick und einem aussergewöhnlichen Beziehungsnetz national wie international Gehör und Ansehen verschafft hat. Dass die Schweiz 2008 EM-Co-Gastgeber sein durfte, wird für immer mit ihm verbunden sein», sagt der amtierende SFV-Zentralpräsident Peter Knäbel.

Kontroversen an der EM 2008

Für Negativschlagzeilen sorgte Zloczower während und nach der EM 2004 in Portugal in der Spuck-Affäre um Alex Frei (47), der damals Englands Steven Gerrard in den Nacken gespuckt hatte. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, Frei zum Lügen angestiftet zu haben.

Als Zloczower sein Amt an Generalsekretär Peter Gilliéron übergab, wurde er sogleich zum SFV-Ehrenpräsidenten ernannt. Auch wenn er danach keine offiziellen Ämter mehr bekleidete, blieb er dem Fussball zeitlebens verbunden.

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