Zu den Chaoten von Winterthur
Wir wollen euch nicht – und wir brauchen euch nicht

Fankultur ist nicht gleichzusetzen mit Gewalt. Ganz sicher aber gehört Gewalt auch nicht ins Stadion. Blick-Sportchef Emanuel Gisi über die Fassungslosigkeit am Tag nach den Ausschreitungen von Genfer Fans in Winterthur.
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Es sind wüste Szenen, die sich auf der Wnterthurer Schützenwiese abspielen: Servette-Chaoten betreten den Rasen, einzelne werfen gar Pyros.
Foto: Screenshot
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Emanuel GisiSportchef

Wer den Fussball mag, steht am Tag nach dem üblen Chaoten-Auftritt in Winterthur immer noch fassungslos da. Wer die Menschen mag, auch. 

Denn es wäre so einfach: Wer in unserer Gesellschaft in ein Stadion geht, darf davon ausgehen, dass er oder sie unversehrt bleibt. Dass eine der brennenden Fackeln ausgerechnet in den Familiensektor im Stadion Schützenwiese geworfen wurde, macht die Sache an sich nicht schlimmer. Es bringt vielmehr das vollständige Ausmass dessen, was am Sonntagnachmittag kurz nach dem Schlusspfiff des Cup-Halbfinals passiert ist, in seiner Hirnlosigkeit und Gefährlichkeit auf den Punkt.

Man muss gar nicht zu denen gehören, die finden, Pyros gehören nicht ins Stadion, um zu verabscheuen, was rund zwei Dutzend Idioten aus dem Genfer Sektor da abgezogen haben. 

Man muss auch nicht jeden Ultra für einen Kriminellen halten, um schockiert zu sein ob der kompletten Rücksichtslosigkeit dieser Chaoten. 

Dass Fan-Kultur mehr Facetten hat als nur Gewalt, das wissen wir. Dass Gewalt nicht ins Stadion gehört, aber auch.

Darum sind wir schockiert, erschüttert, fassungslos. Und sagen denen, die am Sonntag in Winterthur beschlossen haben, das, was uns zu Menschen macht, abzustreifen und völlig zu eskalieren: Macht was anderes, ihr traurigen Würstchen. Wir wollen euch nicht. Und wir brauchen euch auch nicht. Fussballfans: immer gerne. Gewalttäter: nie.

Hier fliegt die Fackel in den Familiensektor
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Genfer Chaot sorgt für Eklat:Hier fliegt die Fackel in den Familiensektor
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