Darum gehts
- GC-Fans stürmen beim Cup-Halbfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy das Spielfeld
- Chaoten warfen Pyrotechnik, bedrohten Spieler und versuchten Kabinen zu stürmen
- GC-Spieler stellten sich Fans, Konfrontation nach dem Spiel
Es ist die Entscheidung in diesem Cup-Halbfinal. Vasco Tritten schiesst für den Underdog Stade-Lausanne-Ouchy das 2:0 und schickt GC ins Tal der Tränen. Nach seiner direkt verwandelten Ecke kennt Tritten keine Grenzen mehr, er jubelt ausgelassen – und das ausgerechnet vor der voll gefüllten GC-Kurve. «Es waren die Emotionen», erklärt Tritten danach. «Ich habe nicht einmal den Kopf gehoben, als ich jubelte.»
Doch jener Moment wirkt wie ein Katalysator: Die GC-Fans springen über die Absperrung und betreten das Spielfeld, sie wollen sich mit den Ouchy-Spielern anlegen. «Das war schon ein kleiner Nervenkitzel», sagt Tritten. Teamkollege Malko Sartoretti geht noch weiter: «Wir hatten alle Angst und sind weggelaufen.»
Ausschreitungen gingen nach dem Spiel weiter
Die Spieler sind nicht die einzigen, die sich um ihre Sicherheit gefürchtet haben. Eine kleine Gruppe von Ordnern steht zwischen GC-Kurve und Spielfeld. Als Blick die nach dem Spiel antrifft, sagen sie, dass auch sie Angst hatten.
Immerhin konnte das Spiel zu Ende gespielt werden, obwohl GC-Chaoten während der Nachspielzeit Pyrotechnik in Richtung des Spielfeldes warfen. Nach dem Spiel mussten die GC-Spieler vor der Kurve antraben. Sie wurden von den Fans zur Rede gestellt. Die Konfrontation dauerte an, ebenso wie das Werfen von Bier und Feuerwerkskörpern. Sogar in Richtung von GC-Sportchef Alain Sutter wurden Böller geworfen. Ausserdem versuchten die Chaoten, in die Umkleidekabinen der Pontaise einzudringen. Einigen ist es auch gelungen.
Dann kam es zu Ausschreitungen in den angrenzenden Strassen der Pontaise. Einige Fans blieben aus Angst, das Stadion zu verlassen, eine Zeit lang im Stadion, während Chaoten Pyrotechnik in Richtung des GC-Busses warfen.

