Das grosse Cup-Stolper-Ranking
Welcher Klub unter Druck ist, wo es nach Sensation riecht

Die zweite Runde im Cup steht an! Alle Teams aus der Super League haben die erste Runde überstanden und treffen auf unterklassige Klubs. Wer hat ein einfaches Los? Und wo liegt eine Sensation in der Luft? Blick präsentiert das Stolper-Ranking.
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Die 2. Runde des Schweizer Cups steht an.
Foto: Pius Koller
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Björn LindroosRedaktor Sport
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Winkeln (2.) – Lausanne

Das letzte verbliebene Team aus der regionalen 2. Liga trifft auf Lausanne-Sport. Winkeln SG setzte sich in der ersten Runde gegen Mutschellen aus derselben Liga durch und steht nun vor dem grossen Highlight. Viele der 4700 Einwohner des Quartiers dürften am Sonntag auf die Sportanlage Gründenmoos direkt neben dem Berit Sitterstadion des FCSG pilgern. Sportlich wird das Team aus St. Gallen aber kaum Chancen gegen die Profis von Lausanne haben. Auch wenn das Super-League-Schlusslicht nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt. Zuletzt traf Winkeln vor drei Jahren auf einen Super-Ligisten – und unterlag Luzern mit 0:6.

Die Kicker des FC Winkeln beim Cup-Duell mit Luzern vor drei Jahren.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Pully (2. Int.) – Lugano

Der ungeschlagene Leader reist in der zweiten Cuprunde ins Waadtland. Es wartet Pully Football aus der 2. Liga Interregional. Der Traditionsklub setzte sich in der ersten Runde gegen einen Zweitligisten aus der Westschweiz durch und trifft jetzt zum ersten Mal seit der 1:4-Niederlage gegen Basel 2019 wieder auf eine Profi-Mannschaft. Lugano dürfte sich am Sonntag aber keine Blösse geben und die ungeschlagene Serie auch im Cup fortsetzen.

Der Höhenflug des FC Lugano dürfte auch im Cup anhalten.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Grenchen (2. Int.) – GC

In den 80er-Jahren war diese Affiche noch eine Partie in der Nati A. 1986 traf der Solothurner Klub zuletzt auf GC. Genau 40 Jahre später kommts wieder zum Duell mit dem Rekordmeister und Rekordcupsieger. Allerdings unter ganz anderen Vorzeichen. Grenchen 15 spielt mittlerweile in der fünfthöchsten Liga des Landes, und auch GC ist nicht mehr der stolze Klub von damals. Am Sonntag gehen die Hoppers im Stadion Brühl aber als klarer Favorit in die Partie. Der neue GC-Coach Olaf Janssen kündigte bereits an, dass bei ihm der Cup einen hohen Stellenwert hat.

Ihm ist der Cup wichtig: Olaf Janssen.
Foto: Toto Marti
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Rotkreuz (2. Int.) – Servette

Auch Servette ist auf dem Papier der klare Favorit. Doch Rotkreuz wird für die Genfer kein Selbstläufer. Das Team aus dem Kanton Zug fertigte in der ersten Cuprunde kurzerhand Challenge-League-Absteiger Bellinzona mit 4:1 ab. Im Sommer verstärkte sich Rotkreuz mit einigen Kickern aus höheren Ligen und führt nun in der Liga die Tabelle an. Der Verein will in die 1. Liga aufsteigen. Zunächst möchte man am Freitagabend aber das grosse Servette ärgern. Vor drei Jahren kam es im Viertelfinal schon einmal zu diesem Duell. Die Genfer gewannen damals 3:0.

Das letzte Aufeinandertreffen gewann Servette 2023 mit 3:0.
Foto: keystone-sda.ch
7

AC Taverne (1.) – YB

YB reist ins Tessin und trifft dort auf einen spannenden Gegner. Die AC Taverne setzt grösstenteils auf junge Talente aus Italien. Zuletzt wechselte mit Alessandro Bizzarri (18) eines dieser Talente zu Aarau in die Challenge League. Angeführt werden die jungen Tessiner von einem alten Bekannten: Jonathan Sabbatini (38) trägt die Captainbinde und ist der einzige Spieler im Kader, der älter als 25 (!) ist. Die Lugano-Legende hat ganze 291 Super-League-Spiele auf dem Buckel und gewann den Cup auch schon. Jetzt will er es noch einmal wissen und mit dem aktuellen Tabellendritten der 1. Liga Classic Gruppe 3 das grosse YB aus der Super League ärgern.

Die YB-Stars wollen im Tessin die Pflicht erfüllen.
Foto: Toto Marti
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Cham (PL) – Sion

Macht es Cham noch einmal? Letztes Jahr gelang dem Traditionsklub aus Zug die grosse Überraschung. In der ersten Runde schaltete man Lugano mit einem 3:2 aus. Auch GC forderte man in der dritten Runde alles ab (1:2). Sion dürfte vor der Reise ins Stadion Eizmoos also gewarnt sein. Auch in der Liga steht Cham gut da. Nach elf Spielen liegt man in der Promotion League auf dem dritten Tabellenrang.

Nach dem Sieg gegen Lugano war der Jubel in Cham riesig.
Foto: keystone-sda.ch
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Schaffhausen (PL) – Thun

Noch vor Cham in der Tabelle liegt Schaffhausen. Die Munotstädter sind im Sommer 2025 aus der Challenge League abgestiegen und wollen nun wieder rauf in die zweithöchste Liga. Im Cup könnte es keinen besseren Moment für das Duell mit dem amtierenden Schweizer Meister geben. Thun hat in den letzten fünf Liga-Spielen viermal verloren und ist die Schiessbude der Liga. Zudem gibt es Unruhen im Verein. Trainer Privitelli degradierte vor wenigen Tagen seine beiden Captains Bamert und Bürki. Die FCS Arena in Schaffhausen dürfte seit langem wieder einmal gut besucht sein und könnte Zeuge einer Cup-Überraschung werden.

Die Fans des FC Schaffhausen können sich auf den Schweizer Meister freuen.
Foto: Roger Albrecht/freshfocus
4

Rapperswil-Jona (ChL) – St. Gallen

Derby in Rapperswil! Schon wieder. Auch vergangene Saison traf St. Gallen im Cup auf Rappi. Und der Favorit setzte sich erst im Penaltyschiessen gegen den kleinen Bruder durch. Knapper wurde es danach beim FCSG auf dem Weg zum Cupsieg nicht mehr. Ein Jahr später will Rapperswil die Espen erneut ärgern.

Erst nach dem Penaltyschiessen konnte St. Gallen letztes Jahr in Rappi jubeln.
Foto: Roger Albrecht/freshfocus
3

Aarau (ChL) – FCZ

Traditionsduell auf dem Brügglifeld. Der FCZ hätte sich in der zweiten Cuprunde sicherlich ein einfacheres Los als Aarau gewünscht. Der FCA kommt in dieser Saison zwar noch nicht wirklich auf Touren – bisher liegt der Aufstiegsaspirant nur auf Platz 6. Doch der Cup hat ja bekanntlich seine eigenen Regeln. Dies bewies Aarau auch vergangene Saison in der 2. Runde, als sie sensationell YB aus dem Cup warfen. Ist dieses Jahr der nächste Super-Ligist dran?

Aarau (im Bild Serge Müller) will den FCZ ärgern.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
2

Nyon (ChL) – Basel

Akute Stolpergefahr für Basel! Nyon liegt aktuell zwar auf dem letzten Tabellenplatz der Challenge League, weiss aber, wie man Teams aus dem Oberhaus ärgert. Erst letztes Jahr schaltete das Team aus Genf den FCZ im Elfmeterschiessen aus. Und nach dem 0:3-Debakel gegen Aufsteiger Vaduz vom Wochenende reisen die Bebbi nicht gerade mit breiter Brust in die Westschweiz. Dafür mit ordentlich Druck. Ein Cup-Aus wäre für den neuen Trainer Jokanovic das Horrorszenario. Zudem hatte der FCB am selben Ort schon Mühe: Vor zwei Jahren setzte sich Basel erst in der Verlängerung gegen Nyon durch.

Vor zwei Jahren musste der FCB gegen Nyon in die Verlängerung.
Foto: keystone-sda.ch
1

Winterthur (ChL) – Luzern

Erst im Mai dieses Jahres war diese Partie noch ein Duell in der Super League. Winterthur hat sich nach dem schwachen Saisonstart etwas gefangen und liegt aktuell auf dem dritten Tabellenrang der Challenge League. Auch wenn die Hauptprobe gegen Xamax (0:3) zuletzt in die Hosen ging, kann sich Winti Hoffnungen auf eine Cup-Überraschung machen. Die Zürcher lieben die Rolle des Aussenseiters und die Schützenwiese wird sich von ihrer besten Seite zeigen. Zumal sich Luzern in dieser Saison alles andere als konstant präsentiert.

Im Mai spielte Winti noch in der Liga gegen Luzern.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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