«Das hat mir nicht gepasst»
Warum Tuggen trotz Top-Los FCZ im Cup Frust schiebt

Der FC Tuggen aus der 1. Liga Classic hat mit dem FC Zürich in der ersten Cup-Runde zwar ein grosses Los gezogen. Doch etwas ärgert den Präsidenten trotzdem sehr.
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Florian RazReporter Fussball

Felix Huber (68) ist keiner, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hält. Seit 41 Jahren ist er Präsident des FC Tuggen. Er hat schon gesehen, wie der heutige Weltstar Mohamed Salah (34) auf dem Sportplatz Linthstrasse gegen sein Team getroffen hat. Und wenn ihm etwas nicht passt, dann sagt er das.

Zum Beispiel, wenn sein FC Tuggen in der ersten Runde des Schweizer Cups zwar mit dem FC Zürich ein grosses Los zieht, dann aber feststellen muss, dass die Partie gegen das Team aus der Super League nicht an einem Samstag oder Sonntag stattfindet. Sondern am Freitagabend.

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2023 war der FC Zürich das letzte Mal Cup-Gegner des FC Tuggen. Damals kamen 6300 auf den Sportplatz Linthstrasse – ein Stadionrekord.
Foto: keystone-sda.ch

Vor allem ärgert ihn die Art und Weise: «Es hat mir nicht gepasst, dass der Verband das einfach so angesetzt hat – und fertig.» Zwar hat sich der Schweizerische Fussballverband (SFV) dann doch noch bei Huber gemeldet. Aber erst, als der ein Beschwerde-E-Mail an die Verbandsspitze geschickt hatte.

Der Verband erklärt die Ansetzung

«Sie haben mich angerufen und gesagt, ich hätte mich halt melden sollen», erzählt Huber, «aber auf diese Idee wäre ich nie gekommen.» Und es hätte wohl auch nichts genützt, wie der SFV auf Blick-Anfrage schreibt. Nur «zwingende Gründe» führen zu einer Spielverschiebung: «Bei der erwähnten Partie war das nicht der Fall.»

«Man hört, dass Kény den FCZ verlassen könnte»
2:42
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Der Verband erklärt, dass er gar nicht anders kann, als die Spiele der ersten vier Cup-Runden jeweils auf drei Spieltage zu verteilen. Es geht um die Absprache mit der SRG, die die Spiele überträgt. Um Sicherheitsfragen bei der An- und Abreise. Und auch darum, welche Klubs noch international spielen und darum am Sonntag antreten müssen.

Für Huber ist das alles kein Trost. Erstens sei es schwieriger gewesen, an einem Freitag die rund 100 Freiwilligen zu finden, die es für so einen Cup-Kracher braucht. Und dann fürchtet er, dass auch noch weniger Leute kommen werden als an einem Samstag oder Sonntag: «Der Vorverkauf ist etwas schleppend.»

Mit 3000 bis 4000 Fans rechnet Huber. Klar weniger als die 6250, die 2013 gegen den FC Basel da waren. Oder die 6300, die vor drei Jahren gegen den FC Zürich den Stadionrekord aufstellten.

Die Hoffnung auf ein kleines Wunder lebt

Aber wer weiss, vielleicht kommen spontan doch mehr Leute. Der FC Tuggen wäre bereit. Die Zusatztribünen sind am Mittwoch geliefert worden. Es gibt eine Abendkasse. Und die Freiwilligen? Hat das Organisationskomitee auch zusammenbekommen. Selbst wenn sich Huber wünschen würde, dass die erste Cup-Runde grundsätzlich zwei Wochen später stattfinden würde: «Damit wir nicht alles mitten in den Ferien organisieren müssen.»

Aber er hat ja nicht nur die Erfahrung von 41 Jahren als Präsident. Sondern auch ein eingespieltes Team, das schon ein paar grosse Cup-Kisten auf die Beine gestellt hat. Basel war in seiner Zeit zweimal zu Gast, der FCZ kommt schon zum vierten Mal vorbei. «Einen Tag nach der Auslosung haben wir eine Sitzung, immer mit denselben Leuten. Und dann läuft das», sagt Huber.

Bleibt die Frage, ob sein Team eine Chance hat gegen die Zürcher. Die wurden zuletzt zwar von Lugano mit einem 0:5 abgewatscht. Aber der Unterschied beträgt halt doch drei Ligen. Und selbst wenn Tuggen traditionell ein Spitzenteam in der 1. Liga Classic ist, sagt Huber: «Man hofft immer auf ein kleines Wunder. Aber es müsste schon alles für uns laufen.»

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