«Hauptsache wir sind weiter»
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FCZ-Captain nach Cup-Fight:«Hauptsache wir sind weiter»

Cup-Geknorze des FCZ
Koller lässt Spieler «beissen» und gratuliert dem Gegner

Der FC Zürich überlebt die erste Cuprunde gegen Tuggen dank eines 2:1-Sieges. Über weite Strecken war es kein gutes Spiel der Zürcher – das sind drei Erkenntnisse aus dem Cup-Fight gegen den 1. Ligisten.
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FCZ-Trainer Marcel Koller kann mit dem Auftritt seines Teams nicht zufrieden sein.
Foto: Nico Ilic/freshfocus
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Andri BäggliRedaktor Sport

Der FC Zürich ist im Cup gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Gegen den 1.-Ligisten Classic aus Tuggen erzittert sich der FCZ einen 2:1-Sieg. Nach einer Stunde droht das Spiel zu kippen, der Underdog drückt nach dem Ausgleich auf die Führung, verpasst danach aber den Treffer und kassiert in der 67. Minute dann das 1:2. Zwar werfen die Tuggner in der Schlussphase nochmals alles nach vorne, doch der Ausgleich will nicht mehr fallen.

Trotzdem kann man drei Erkenntnisse aus dieser ersten Cuprunde ziehen, die der FC Zürich gerade so überstanden hat:

Offensive Ideenlosigkeit

Es sieht zwar schön aus, wie die FCZ-Spieler den Ball um den Strafraum herum spielen und unzählige Flanken schlagen. Wenn aber niemand die Bälle verwerten kann, ist es brotlose Kunst. Das sieht auch Siegtorschütze Alexander Hack so: «Wir haben es verpasst, uns die ganz klaren Torchancen zu kreieren. Heute hat die Boxbesetzung gefehlt. Wenn du das hast, schiesst du auch die Tore. Die zweiten Bälle waren immer beim Gegner. Dann bespielst du auch den Gegner.» 

Weil seine Mitspieler vorne zu wenig für Torgefahr sorgen, muss es der 32-Jährige selbst machen. Nach seinem Kopfballtor geht der Verteidiger, der den Saisonstart wegen muskulären Problemen noch gemächlich angehen musste, plötzlich zu Boden. Gegenüber Blick erklärt er die Szene: «In einem gewissen Alter, bei über 30 Grad, einem hohen Rasen und gefühlt 50 Kopfball-Duellen macht die Wade zu. In dem Fall war es ein glückliches Timing gerade nach dem Tor. Da hat die Freude vielleicht direkt in die Wade geschossen.»

Koller schleift Spieler

Die Zürcher sind das Spiel seriös angegangen. Im Vergleich zum 0:5 am Sonntag in Lugano wechselte Trainer Marcel Koller nur auf vier Positionen. Als die Tuggner ihr Hoch mit dem zwischenzeitlichen 1:1 erleben und kurz darauf nur den Pfosten treffen, wechselt Koller dreifach. Der nächste Wechsel folgt dann erst kurz vor Schluss, als Ilan Sauter am Ende seiner Kräfte und schon darüber hinaus ist.

Blick will an der öffentlichen Pressekonferenz wissen, warum er nicht schon früher getauscht und so neue Kräfte ins Spiel gebracht hat. Koller: «Die Spieler müssen lernen zu beissen und an den Anschlag gebracht zu werden. Wir haben aber natürlich auch mit den Spielern gesprochen und sie meinten, es sei okay.»

Lob für den Gegner

Nach dem Spiel sieht man keine glücklichen FCZ-Spieler in die Kabine gehen. Man sei einfach froh, dass man das Spiel gewonnen habe, sagt etwa Captain Lindrit Kamberi. Der Auftritt der Zürcher war auch nicht gut. Entsprechend bleibt Marcel Koller auch nicht viel übrig, als dem gegnerischen Trainer Michèle Polverino zur Leistung zu gratulieren. Welche Erkenntnisse zieht der FCZ-Coach aus dem Spiel? «Wir dürfen absolut nicht überheblich werden. Wir müssen weiter hart an uns arbeiten. Wir müssen uns selbst fragen, warum und wieso so etwas passieren kann. Es ist aber auch klar, dass wir den ganzen Druck hatten und Tuggen ‹nur› verloren hat. Trotzdem haben sie ein super Spiel gemacht.»

Nun gilt es unter der Woche aus den Fehlern zu lernen und die Defizite auszumerzen. Ansonsten bleibt Koller am kommenden Samstag im Klassiker gegen den FC Basel nichts anderes übrig als erneut Gratulationen dem Gegner auszusprechen.

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