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Bundesliga als Vorbild
SFV testet im Cupfinal neue Schiri-Kamera

Im 101. Cupfinal zwischen Lausanne-Ouchy und St. Gallen wird Schiedsrichter Luca Cibelli mit einer TV-Kamera ausgerüstet. Der SFV will diese neue Technologie ab der kommenden Saison regelmässig im Cup einsetzen.
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Luca Cibelli leitet zum ersten Mal einen Cupfinal.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz testet «RefCam» beim Cupfinal am Sonntag zwischen Lausanne-Ouchy und St. Gallen
  • Kamera am Headset zeigt Schiedsrichter-Perspektive, Einsatz bei Torszenen geplant
  • Bundesliga: Letzte Saison 30 Spiele mit «RefCam», Clips auf TikTok viral
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Lucas WerderReporter Fussball

Der 101. Cupfinal hält eine Premiere bereit – zumindest für diejenigen, die das Duell zwischen Stade Lausanne-Ouchy und dem FC St. Gallen vor dem TV mitverfolgen. Am Sonntag wird in der Schweiz zum ersten Mal ein Schiedsrichter mit einer Kamera ausgerüstet. Durch die sogenannte «RefCam» steht dem SRF eine weitere Kameraperspektive zur Verfügung, die in die Live-Übertragung eingebunden werden soll. Während des Cupfinals soll diese vor allem bei Wiederholungen von Torchancen und Toren zum Einsatz kommen.

Die Kamera wird dabei am Headset, also dem Kopfhörer von Schiedsrichter Luca Cibelli (36) montiert. Dadurch sollen TV-Zuschauende während des Spiels die Perspektive des Fribourgers einnehmen können.

Wie Blick weiss, soll der Einsatz der speziellen Kamera keine einmalige Sache bleiben. Im Hinblick auf die kommende Saison plant der Schweizerische Fussballverband gemeinsam mit Schiedsrichter-Partner Dextra ein neues Video-Format, das er auf seinen Social-Media-Kanälen lancieren will. Im Gegensatz zum Cupfinal am Sonntag soll die «RefCam» bis dahin neben Video- auch noch die entsprechenden Audioaufnahmen mitliefern.

Videos mit Bayern-Stars gehen viral

In der Bundesliga wurde die neue Kameratechnologie vor zwei Jahren das erste Mal vereinzelt eingesetzt. Dafür war zu Beginn eine Sondergenehmigung der Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) nötig, wie der «Spiegel» schreibt.

In der abgelaufenen Saison wurden Schiedsrichter in rund 30 Spielen in den ersten drei Ligen der Männer, der Frauen-Bundesliga sowie im DFB-Pokal mit der Kamera ausgerüstet. In den vergangenen Wochen gingen mehrere daraus entstandene Video-Clips auf Instagram oder Tiktok viral. Diese gewährten einen ungewohnten Einblick in Diskussionen zwischen den Schiedsrichtern und Spielern, wie den Bayern-Stars Joshua Kimmich und Leon Groetzka oder Leipzig-Verteidiger David Raum.

Fussball-Fans aus der ganzen Welt werden diesen Sommer während der WM in Nordamerika ebenfalls in den Genuss der «RefCam» kommen.

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