Mega-Feuerwerk sorgt für Unterbruch
Knall-Show der eigenen Fans schadete Servette

Servette verabschiedete sich mit mehr als nur einem Knall aus dem Rennen um den Europacup. Die Fans fackelten gegen Chelsea ein gröberes Feuerwerk ab. Dem eigenen Team hat das eher geschadet.
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Das Spiel muss unterbrochen werden – dabei drückten die Genfer gerade vehement aufs dritte Tor.
Foto: Getty Images

Während es im Hintergrund zischt und knallt, gönnt sich Chelsea-Superstar Cole Palmer (22, Vertrag in London bis 2033) eine kurze Verschnaufpause und hockt einen Augenblick auf den Ball. Ans Weiterspielen ist in der 88. Minute im Stade de Genève sowieso nicht zu denken. 

Der Grund: Ausgerechnet in der heissen Schlussphase, in der Servette gegen den haushohen Favoriten von der Insel unbedingt noch ein Tor braucht, sorgen die Heimfans für einen Unterbruch. Neben Dutzenden Pyrofackeln wird hinter dem Tor von Chelsea-Keeper Filip Jörgensen auch noch ein grosses Feuerwerk gezündet. 

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Servette nützte der Unterbruch wenig

Das ist schön anzusehen und beeindruckt einige Chelsea-Stars und den Staff ganz offensichtlich. Aber es ist auch eine gefährliche Aktion, die sich die Genfer Ultras im mit 28'000 Fans ausverkauften Stadion erlauben. 

Und es ist auch ein Rhythmusbrecher für Servette, das in der Schlussphase mehrmals nahe am dritten Tor ist, was eine Verlängerung gegen den Premier-League-Giganten bedeutet hätte. So aber verpufft die starke Offensive mit jeder aus dem Fanblock abgefeuerten Rakete etwas mehr. Am Schluss bleibt es beim zwar ehrvollen, aber doch nutzlosen 2:1-Sieg für die Genfer.

Greift die Uefa durch?

Bei Servette will man auf Blick-Anfrage nichts zum kurzzeitigen Unterbruch sagen. Einige Genfer Spieler machen aber unmittelbar nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass die Fan-Aktion mehr als ungelegen kam.

Wer sich noch dazu äussern könnte, ist die Uefa. Servette und seine Fans standen schon vor dem Duell mit Chelsea unter Beobachtung. Nach einer Pyroshow gegen Viktoria Pilsen im letzten März mussten in dieser Europacup-Qualirunde gegen Braga zwei Sektoren der Nordtribüne geschlossen bleiben. Gut möglich, dass jetzt noch eine happigere Strafe folgt.

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