Darum gehts
- José Mourinho trifft 16 Jahre nach seinem Triple-Erfolg als Real-Trainer auf Inter
- Ex-Spieler Chivu dankt Mourinho für Unterstützung nach schwerem Schädelbruch
- Inter wartet seit 60 Jahren auf einen Sieg im Bernabéu
Meister, Cupsieger, Champions-League-Sieger: Mit Inter Mailand gewann José Mourinho (63) 2010 sensationell das Triple. Für die Inter-Fans war «The Special One» längst ein Held. Doch dann lockte Real Madrid – und Mourinho war weg.
Heute, 16 Jahre später, schliesst sich ein Kreis. Mourinho ist für ein zweites Engagement zurück bei Real und startet heute ausgerechnet gegen jenen Klub in die Champions League, mit dem er einst Geschichte schrieb. Schauplatz ist das Bernabéu – jenes Stadion, in dem er Inter am 22. Mai 2010 mit dem 2:0 gegen Bayern München zum dritten Europacup-Triumph führte und die 45 Jahre lange Sehnsucht des Klubs nach dem Henkelpott beendete.
«Werde ihm das nie vergessen»
Einer, der an jenem Abend in Mourinhos Startelf stand, war Cristian Chivu (45), der heutige Inter-Trainer. An der Pressekonferenz vor dem Spiel findet Mourinho warme Worte für seinen ehemaligen Spieler: «Er wird immer einer von meinen Jungs sein.» Der Rumäne sei eine ganz besondere Person in seinem Leben.
Auch Chivu blickt mit grosser Dankbarkeit auf seinen ehemaligen Mentor zurück: «Ihn kennenzulernen, war ein Glücksfall. Er hat mir in der schwierigsten Zeit meines Lebens geholfen, und das werde ich ihm nie vergessen.» Gemeint ist ein Schicksalsschlag, den der ehemalige Linksverteidiger mitten in der Saison erlitt. Chivu zog sich einen schweren Schädelbruch zu und musste sich einer Gehirnoperation unterziehen. Doch der Rumäne kämpfte sich zurück – und stand im Champions-League-Final wieder auf dem Platz.
Real unter Druck
Am Dienstagabend steht seine Mannschaft, unter anderem mit dem Schweizer Manuel Akanji (31), vor der grossen Aufgabe, in Madrid zu bestehen. Inter wartet seit 60 Jahren auf einen Sieg im Bernabéu.
Doch auch für Mourinhos Elf geht es um einiges. Nach zwei titellosen Saisons sind die Erwartungen an das Starensemble der Königlichen riesig. In der Champions League soll der Titel her – jener Triumph, der Mourinho während seiner ersten Amtszeit in Madrid zwischen 2010 und 2013 verwehrt blieb.


