Zum Witz-Penalty von Aarau
Die wahre Stärke des VAR

Wie die VAR-lose Realität ausschaut, hat das Beipiel Aarau eindrücklich aufgezeigt. Es wäre deshalb absurd, auf die Möglichkeit der «technischen» Korrektur zu verzichten, meint Fussball-Reporter Alain Kunz.
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Der falsche Penaltypfiff von Ref Alessandro Dudic im Spiel Aarau gegen Carouge sorgte für heftige Diskussionen.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Penalty-Entscheid in Aarau sorgt für heftige Diskussionen
  • VAR minimiert krasse Fehlentscheide auf nahezu null
  • Aarau verliert Spiel ohne VAR, direkter Aufstieg gefährdet
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Alain KunzReporter Fussball

«VAR abschaffen, aber subito!» Dieser Ruf war in den letzten Monaten auffällig oft zu hören. Von Trainern, Spielern, Experten – und Fans. In der Premier League seien drei Viertel der Supporter gegen den Video Assistant Referee, ergab eine Umfrage.

Die Gründe: Das verloren gegangene Stadionerlebnis mit der Unsicherheit beim Torjubel und die Warterei auf Entscheide. Die dann teils doch nicht ganz nachvollziehbar sind.

Doch ist es ohne VAR besser? Ein Beispiel vom Dienstagabend: Ref Alessandro Dudic irrt sich im Challenge-League-Spiel Aarau gegen Étoile Carouge bei einem Penaltypfiff monumental. Vor den Bildschirmen zu Hause konnten wir uns die Slow-Motions dutzendfach anschauen, den Kopf wieder und wieder schütteln – und denken: Das darf doch nicht wahr sein! Ist es aber. Es ist die VAR-lose Realität. Und so gewinnt Carouge in Aarau und verpasst der FCA den direkten Aufstieg möglicherweise.

Die Krux des VAR ist: Er wird unwillkürlich willkürlich eingesetzt. Im Fussball gibt es sehr viele Foul- und Handspiel-Situationen, die fifty-fifty sind. Bei diesen darf es keine VAR-Intervention geben. Nur den automatisierten Situationen wie Offside oder andererseits den sonnenklaren Fällen, bei denen dem Ref eine Szene komplett entgangen ist (wie zum Beispiel, dass der Aarau-Spieler den Ball gespielt hat) oder die er nicht hat sehen können. Die Quote der krassen Fehlentscheide tendiert durch die VAR-Korrekturen gegen Null! In einem Business, in dem es oft um zig Millionen geht, wäre der Verzicht auf die «technische» Behebung eines krassen Fehlentscheids wie demjenigen in Aarau schlicht absurd.

Das ist die wahre Stärke des VAR. Und genau wegen dieser Stärke sind die Rufe nach dessen Abschaffung Mumpitz. Das hat der Dudic-Bock von Aarau wieder einmal bewiesen.

Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Vaduz
FC Vaduz
29
30
68
2
FC Aarau
FC Aarau
29
20
65
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
29
22
53
4
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
29
6
39
5
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
29
-6
36
6
FC Wil
FC Wil
29
-12
33
7
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
29
-7
32
8
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
29
-12
32
9
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
29
-10
28
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
29
-31
18
Aufstieg
Aufstiegsspiel
Abstieg
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