Sie waren wochenlang suspendiert
Wiler Streithähne nach Trainingszoff vor Comeback

Auf dem Bergholz ist Feuer unterm Dach. Im Training kam es zu einem Spieler-Streit. Und auch auf dem Rasen bekleckerte sich der FC Wil zuletzt nicht mit Ruhm.
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Der Tatort: Im Training des FC Wil flogen die Fetzen.
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Stefan KreisReporter Fussball

Es ist Mitte April, als im Training des FC Wil die Fetzen fliegen. Sofian Bahloul (23) und Lavdim Zumberi (23) geraten laut «Tagblatt» so heftig aneinander, dass sie für mehrere Wochen vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen werden. Wils Medienchef David Hugi bestätigt Blick den Zoff: «Die Auseinandersetzung ging über das Verbale hinaus. Und in solchen Fällen herrscht bei uns Nulltoleranz.» Die beiden Streithähne hätten sich aber vor der Mannschaft entschuldigt und seien am Montag vor einer Woche wieder in den Trainingsbetrieb integriert worden.

Streithähne vor Comeback

Drei Meisterschaftsspiele verpasste das Offensiv-Duo, nun kehren Bahloul und Zumberi am Freitag im Spitzenkampf gegen den FC Aarau ins Kader zurück. Nicht ohne Grund, denn dem FC Wil gehen die Spieler aus. Vergangenen Freitag kassieren die Ostschweizer bei der 1:2-Niederlage gegen Lausanne-Ouchy drei Platzverweise. Captain Philipp Muntwiler fliegt sechs Minuten nach der Pause mit Gelb-Rot, Innenverteidiger Genis Montolio leistet sich in der Schlussphase eine Tätlichkeit, Stürmer Silvio fliegt nach Abpfiff wegen Schiedsrichterbeleidigung.

Die Rote für Montolio sei zwar gerechtfertigt, weil dieser sich unnötig habe provozieren lassen, so Hugi. Die beiden Platzverweise gegen Muntwiler und Silvio hingegen seien ein schlechter Witz. Bei Muntwiler seis noch nicht mal ein Foul gewesen. Und bei Silvio habe Schiedsrichter von Mandach überreagiert. «Der Schiedsrichter hat ein zuvor friedliches Spiel komplett eskalieren lassen», sagt Hugi.

Er sei kein schlechter Verlierer, so der Medienchef. Die Niederlage gegen Ouchy sei verdient gewesen. Und Tätlichkeiten oder Auseinandersetzungen hätten beim FC Wil keinen Platz. Aber für solche Dinge in der Schlussphase der Meisterschaft büssen zu müssen, sei sehr schmerzhaft: «Was zuviel ist, ist zuviel», sagt Hugi. Man habe deshalb Rekurs gegen die Entscheide eingelegt.

Fürs Spiel gegen Aarau am Freitag aber bleibt das Trio gesperrt. Ob die Wiler auch auf dem Brügglifeld die Nerven verlieren? Möglich. Schliesslich kehren mit Bahloul und Zumberi zwei Heisssporne ins Kader der Ostschweizer zurück.

Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Vaduz
FC Vaduz
31
30
71
2
FC Aarau
FC Aarau
31
23
69
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
31
23
57
4
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
31
3
40
5
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
31
-3
40
6
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
31
-5
36
7
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
31
-11
35
8
FC Wil
FC Wil
31
-16
33
9
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
31
-17
28
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
31
-27
22
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