Darum gehts
- Aarau-Coach reisst beim Jubeln die Jacke
- Torheld Acquah legt Treueschwur für seinen Klub ab
- Vor möglichem Aufstieg: Halten die Nerven gegen Yverdon?
Als Aaraus David Acquah in der 94. Minute gegen Vaduz zum Torhelden wird, stürmt die komplette Bank der Rüebliländer aufs Feld. Auch Coach Brunello Iacopetta, der sich beim Jubeln die Jacke reisst. «Ich bin einfach losgesprintet. Die Emotionen sind in diesem Moment extrem hochgekommen, aber es gibt Schlimmeres als eine gerissene Jacke», so der Aarau-Trainer mit einem Schmunzeln.
Eine Niederlage gegen Vaduz zum Beispiel, die gleichbedeutend mit dem direkten Aufstieg der Ländle-Kicker gewesen wäre. Und der nur Sekunden vor Acquahs Treffer in der Luft gelegen hatte. Weil Aarau in der Schlussphase alles nach vorne wirft, kommen die Vaduzer zu einem guten Konter, der Vaduzer Anhang sieht sich insgeheim wohl schon im Joggeli und im Wankdorf und im Kybunpark. Die Elf von Coach Marc Schneider spielt den erfolgversprechenden Angriff aber erst unsauber zu Ende – und läuft dann selbst in eine Umschaltsituation hinein. Naiver gehts kaum. Statt den Bus zu parkieren, gehen die Ländle-Kicker auf Tutti und könnten am Ende alles verspielen.
«Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können, aber wir waren gezwungen, zu gewinnen», sagt Iacopetta, als er auf die fulminante Schlussphase angesprochen wird. Weil man bei einem Unentschieden und zwei Punkten Rückstand wohl in der Barrage gelandet wäre. So aber haben die Aarauer nächsten Freitag auf dem Brügglifeld alles in der eigenen Hand. Ein Sieg gegen Yverdon wäre gleichbedeutend mit dem ersten Aufstieg seit 13 Jahren.
Halten bei Aarau die Nerven?
Dass die Aarauer in den letzten Jahren schon oft in solchen Situationen waren, es am Ende aber immer vergeigt haben, will Iacopetta nicht zu hoch hängen. «Das war eine andere Zeit, eine andere Mannschaft. Es erwartet uns gegen Yverdon zwar ein schwieriges Spiel, aber es liegt an uns, dass wir fokussiert sind.»
So wie schon in der ganzen Saison. 25 Siege in 35 Spielen hat der FCA geholt. Das reicht für gewöhnlich locker für den Aufstieg. Mit 75 Toren stellt man zudem die gefährlichste Offensive: Vladi, Filet und Fazliu gehören zum Besten, was die Challenge League zu bieten hat.
Und hinten hat man mit David Acquah einen Mann, der auch vorne für Gefahr sorgen kann. So wie gegen Vaduz. Ob der Ghanaer dem FCA auch über den Sommer hinaus erhalten bleiben wird? «Ja», sagt der 25-Jährige. «Ich will mit Aarau in der Super League spielen.»
Dafür brauchts am Freitag einen Sieg gegen Yverdon.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Aarau | 35 | 30 | 79 | |
2 | FC Vaduz | 35 | 32 | 78 | |
3 | Yverdon Sport FC | 35 | 27 | 66 | |
4 | Neuchatel Xamax FCS | 35 | 0 | 49 | |
5 | FC Stade-Lausanne-Ouchy | 35 | 7 | 47 | |
6 | FC Rapperswil-Jona | 35 | -11 | 41 | |
7 | FC Wil | 35 | -14 | 40 | |
8 | FC Etoile Carouge | 35 | -8 | 39 | |
9 | FC Stade Nyonnais | 35 | -26 | 28 | |
10 | AC Bellinzona | 35 | -37 | 22 |


