Freinacht ist schon geplant, aber …
FC Aarau kämpft gegen das Aufstiegs-Trauma

Nach elf Jahren Zweitklassigkeit steht der FC Aarau kurz vor dem Aufstieg in die Super League. Trainer Brunello Iacopetta bleibt vor dem entscheidenden Spiel gegen Yverdon am Freitagabend gelassen: «Es ist eine normale Meisterschaftsrunde.»
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Mit einem Sieg gegen Yverdon kann der FC Aarau am Freitag den Aufstieg in die Super League perfekt machen.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Aarau kann nach 11 Jahren mit Sieg gegen Yverdon aufsteigen
  • Trainer Iacopetta bleibt gelassen, trotz grosser Chance
  • Aufstieg wäre emotionales Abschiedsgeschenk für Captain Oliver Jäckle nach 14 Jahren
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Andri BäggliRedaktor Sport

Der FC Aarau und der Aufstieg in die Super League ist so eine Sache für sich. Unvergessen die Saison 2018/19, als Aarau in der Barrage einen 4:0-Hinspielsieg gegen Xamax noch aus der Hand gegeben haben. Oder die Saison 2021/22, als man die Challenge League vor dem letzten Spieltag angeführt hatte und nach dem letzten Spiel nicht mal in der Barrage landete.

Dieses Jahr stehen die Rüebliländer wieder an der Tabellenspitze. Dank des dramatischen Sieges gegen Verfolger Vaduz in letzter Minute haben die Aarauer alle Trümpfe in der eigenen Hand. Steigt jetzt beim FCA die Angst, dass man es wieder «veraaraut»? Zumindest im Umfeld der Aarauer ist man gebrandmarkt von den Enttäuschungen der Vorjahre. Es stehen noch keine Festzelte oder grosse Dekorationen – es scheint, als hätte man aus den «Fehlern» gelernt. Einzig eine Freinacht ist bereits gewährt worden, für den Fall, dass der Aufstieg am Freitagabend perfekt gemacht wird.

«Normale Meisterschaftsrunde»

FCA-Trainer Brunello Iacopetta ist vor dem letzten Saisonspiel gegen Yverdon noch gelassen. «Klar die Emotionen am Montag waren unbeschreiblich. Trotzdem war der Kopf relativ schnell beim nächsten Spiel. Als Trainer tickst du einfach so», lässt Iacopetta den Last-Minute-Sieg in Vaduz Revue passieren. Die letzten Tage seien aber ganz normal gewesen. Es sind Aussagen, die die Aarauer reifer wirken lassen, als noch vor ein paar Jahren. «Es ist eine normale Meisterschaftsrunde», stellt der Coach klar.

Damit hält Iacopetta den Ball aber sehr flach. Denn es ist nicht nur ein Spiel – es ist das Spiel, in welchem der FC Aarau aus eigener Kraft nach elf Jahren Zweitklassigkeit den Aufstieg schaffen kann. Es wäre der Lohn für eine starke Saison. «Wir sind in einer privilegierten Situation. Wir hatten auch schwierige Phasen und einfach so macht man nicht 79 Punkte», so Iacopetta. Druck verspüre er deshalb keinen.

«Wir sind reifer, weiter, als letzte Saison. Es ist nicht die gleiche Mannschaft wie im letzten Jahr», sagt der Trainer. Auch habe man die Spielweise angepasst: «Das sind alles Gründe, warum wir uns stabilisiert haben und resilienter sind. Wir haben gelernt, mit Rückschlägen umzugehen.» Auch sei man noch mehr zusammengewachsen. All diese Veränderungen sollen den Unterschied im Vergleich zu den Vorjahren machen.

Aufstieg als Abschiedsgeschenk?

In eine ähnliche Kerbe schlägt Oliver Jäckle. Der 33-Jährige spielt seine ganze Karriere lang beim FCA – Ende Saison ist nach über 14 Jahren damit Schluss. Da würde der Aufstieg als Abschiedsgeschenk gerade recht kommen: «Ich habe gar noch nicht wirklich daran gedacht, dass heute mein letztes Training war und hoffentlich morgen mein letztes Spiel ist.» 

Es werde erst schwierig, wenn man alles anders mache als sonst. «Für uns ist es schon eine spezielle Situation, und wenn man dann die Abläufe ändert, zeigt man, dass es noch spezieller ist.» Entsprechend habe er als Captain auch nicht mehr Einzelgespräche als bei einem anderen Spiel geführt. An die verpassten Aufstiege 2019 und 2022 möchte er sich nicht mehr zurückerinnern: «Vergleiche sind immer schwierig. Es sind jetzt aber andere Spieler auf dem Platz, es ist eine andere Situation. Wir sind überzeugt. Und alles, was gewesen ist, ist gewesen. Das lassen wir hinter uns.»

Anders als zum Beispiel nach dem Hinspiel in der Barrage 2019 sind noch keine Feierlichkeiten organisiert: «Eine Party ist noch nicht geplant. Wir haben im Verein genug Leute, die das dann machen können. Aber das sind nicht wir Spieler und nicht der Staff. Wir sind hier, um unseren Job zu machen.» Nun gilt es am Freitagabend (20.15 Uhr) Yverdon zu schlagen, damit der grossen Auf- und Abschiedsparty nichts mehr im Weg steht.

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Challenge League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Aarau
FC Aarau
35
30
79
2
FC Vaduz
FC Vaduz
35
32
78
3
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
35
27
66
4
Neuchatel Xamax FCS
Neuchatel Xamax FCS
35
0
49
5
FC Stade-Lausanne-Ouchy
FC Stade-Lausanne-Ouchy
35
7
47
6
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
35
-11
41
7
FC Wil
FC Wil
35
-14
40
8
FC Etoile Carouge
FC Etoile Carouge
35
-8
39
9
FC Stade Nyonnais
FC Stade Nyonnais
35
-26
28
10
AC Bellinzona
AC Bellinzona
35
-37
22
Aufstieg
Aufstiegsspiel
Abstieg
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