Darum gehts
- Dan Ndoye kehrt nach Verletzung zurück und überzeugt gegen Arsenal
- Inter Mailand und Atlético Madrid zeigen Interesse an Leih-Deal für Ndoye
- Nottingham zahlte über 42 Millionen Euro Ablöse für den Schweizer Flügelspieler
Neben dem bemerkenswerten Punktgewinn gegen Leader Arsenal (0:0) am Samstag gibt es für Nottingham für einmal, weitere Good News zu vermelden: Dan Ndoye (25) steht nach einer mehrwöchigen Verletzungspause im Finish der Partie wieder auf dem Platz. Wie gross sein Volumen ist, deutet er in den 14 Minuten gegen die Gunners einmal mehr an. Kaum ein anderer Forest-Akteur hat mehr Tempo zu bieten als der Romand.
Ndoye ist zwar Teil der Nottingham-Krise (aktuell Tabellenplatz 17), aber sicher nicht das Problem. Wie hoch er in der europäischen Szene gehandelt wird, verdeutlicht, wer sich auf dem unruhigen Transfermarkt für ihn interessiert.
Neben Inter Mailands inzwischen öffentlicher Sondierung hat nach Blick-Informationen ein zweiter Gigant Ansprüche angemeldet: Atlético Madrid. Beide Vereine haben sich offenbar ein Update zu den Konditionen bei einem allfälligen Leih-Deal verschafft.
Spezielle Bedingungen wegen WM
So klingend die Namen sind, die finanzielle Schmerzgrenze ist hoch. Forest hat für Ndoye über 42 Millionen Euro überwiesen. Ein Insider sagt: «Nottingham wird die Türe kaum öffnen, aber im Fussball geht es schnell.» Plus: Unmittelbar vor der ersten WM als Stammspieler müssten für einen Transfer sehr viele Faktoren perfekt stimmen.
Im letzten Frühsommer war er ein begehrter Mann: Dan Ndoye verhalf Bologna mit seinem Treffer zum Sieg in der italienischen Coppa und zelebrierte mit den Italienern die erste Trophäe nach 51-jähriger Flaute. Auf dem Mercato gehörte der 25-Jährige zu den Hauptdarstellern. Napoli bemühte sich intensiv um den Flügel, bis Nottingham die Karten neu mischte und den Schweizer mit einem Fünfjahres-Vertrag in die Premier League lotste. Ein Win-win-Geschäft für alle.
Auch für die Nati von riesigem Wert
Ndoye war in der wirtschaftlich stärksten Liga der Welt auf Anhieb Stammspieler. Gleich im ersten Heimspiel gegen Brentford gelang ihm die Torpremiere in England. Sein Speed fiel auch den Experten auf, seine unkomplizierte Art kam in der Garderobe gut an. An seinem Status gab es nichts zu rütteln, selbst dann nicht, als die Formkurve der Equipe mehr und mehr abfiel.
Ndoye blieb fokussiert, die Turbulenzen im Klub blendete er aus. Im Schweizer Nationalteam war er mit fünf Skorerpunkten massgeblich an der souveränen Qualifikation für die WM-Endrunde 2026 beteiligt. Von Murat Yakin (51) gab es Bestnoten: «Er arbeitet defensiv unglaublich diszipliniert, und seine Schnelligkeit ist überragend.» Zweifel an seiner Formstärke und seiner Performance waren keine auszumachen.
Drei Trainerwechsel innerhalb von zwei Monaten
Die Rahmenbedingungen in Nottingham hingegen wurden zuletzt immer schwieriger. Die Klubführung um den impulsiven griechischen Milliarden-Reeder Evangelos Marinakis (58) reagierte auf die sportliche Krise nervös. Erfolgstrainer Nuno Espírito Santo (51) wurde nach öffentlichen Schuldzuweisungen entlassen. Nachfolger Ange Postecoglou (60) konnte nach rekordverdächtigen 39 Tagen bereits die Koffer packen.
Inzwischen versucht der frühere Burnley-Stratege Sean Dyche (54), den Sinkflug zu stoppen. Der Vorsprung des Europa-League-Teilnehmers Nottingham auf den ersten Abstiegsplatz beträgt fünf Punkte. Ob das auch nach dem Wintertransfer-Fenster noch Dan Ndoyes Sorge ist?









