Kaum ein Rennfahrer der letzten 40 Jahre ist über den Winter so gereift wie Kimi Antonelli. Keiner hat schneller gelernt – und den Mercedes zu seinem eigenen Spielzeug gemacht. Ein Auto, das Teamkollege George Russell (28) zum Verlierer der Saison machte. Trotzdem gratulierte auch der Brite kurz seinem jungen Kollegen.
2027 Dreikampf vorne?
Der wurde in Mexiko vom sechsfachen Sieger Max Verstappen (29), immer noch der beste Fahrer im Feld, und dem siebenfachen Weltmeister Sir Lewis Hamilton (41) auf die Schultern gehoben.
Das Bild des Jahres. Und die Lobeslieder des Jahres von einem Duo, das 2027 Antonelli angreifen will.
Vasseur fehlt der Mut
Bei Ferrari ist wieder mal der Teufel los. Leclerc und Hamilton fahren auf der Strecke ihr eigenes Rennen, greifen sich an – und an den Boxen schaut Chef Vasseur seit WM-Beginn zu. Dem Franzosen ist die Kontrolle völlig entglitten. Oder der Hühnerstall und das Panikorchester.
Hamilton während der Fahrt: «Wir haben grosse Probleme, grosse Probleme!» Er meinte damit Leclerc, der ihn nach dem Start auf der Wiese überholte und als Leader in sauberer Luft eine halbe Stunde fahren konnte, bis er endlich die 5 Sekunden-Strafe kassierte.
Enzos unehelicher Sohn
Bei Red Bull und Mercedes haben die Chefs die Sache voll im Griff. Und bei Ferrari meldete sich jetzt der uneheliche Sohn von Enzo, Piero Lardi-Ferrari (81) zu Wort. Der Milliardär und 10-Prozent-Eigentümer der Nobelmarke: «Ich wünsche mir nichts mehr als Kimi im roten Overall zu sehen. Er erinnert mich bei jedem Rennen an unseren Niki Lauda!»
Die Blick-Reporterlegende Roger Benoit kennt die Formel 1 wie kaum ein anderer. Im neuen Buch «Formel Wahnsinn» schaut er zurück auf über 825 Grand Prix und sein verrücktes Leben. Dabei verrät er einzigartige Anekdoten, unglaubliche Skandale und tragische Geschichten.
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Doch der sympathische Mann aus San Marino («Warum soll ich nach Monte-Carlo ziehen?») ist noch Jahre an sein Förder-Team-Mercedes (seit neun Jahren) gebunden. 2027 wird Kimis Salär von geschätzten drei Millionen Dollar um ein Vielfaches erhöht.
Bei Ferrari fliessen die Millionen
Ferrari würde bei einem Transfer immer das Doppelte bieten. Leclerc und Hamilton kassieren zusammen fast 100 Millionen Dollar.
Noch lässt Antonelli das Thema Ferrari kalt. Er wird nächstes Jahr weiter mit der früheren Senna-Startnummer bei Lotus und McLaren, der Nummer 12, antreten. Auch das zeichnet den Charakter des neuen Champions aus. Dem 36. der Geschichte.
Der Senna-Overall …
Kurz vor seinem Sensations-Sieg in Monza (aus der letzten Reihe) hatte ihm Blick in Schaffhausen den 34 Jahre alten Senna-Overall von McLaren-Honda geschenkt. Ein Andenken für die Ewigkeit für den grossen Bewunderer namens Andrea Kimi Antonelli.
Der weinte und sagte: «Ich habe noch nie ein schöneres Geschenk bekommen!» Möge der Overall ihn noch als Maskottchen zu weiteren Siegen mit Anstand und Respekt tragen.