Max Verstappen verliert seinen langjährigen Renningenieur, mit dessen Unterstützung er all seine vier WM-Titel (2021 bis 2024) gewann: Gianpiero Lambiase verlässt Ende 2027 – so lange ist sein Vertrag noch gültig – Red Bull und zieht weiter zu McLaren.
Beim aktuellen Team-Weltmeister übernimmt der Brite den Posten als Chief Racing Officer. Dieses Amt führt derzeit Andrea Stella neben seiner Tätigkeit als McLaren-Teamchef aus.
Durch den Lambiase-Abgang rückt natürlich nun eine frühere Verstappen-Aussage in den Fokus. Nach seinem ersten Titelgewinn sagte der Holländer über seinen Renningenieur: «Ich habe ihm gesagt, dass ich nur mit ihm zusammenarbeiten möchte. Er sagt mir, wann ich ein Idiot bin und umgekehrt. Ich schätze unsere Beziehung.»
Welche Gedanken macht man sich nun im Verstappen-Lager, jetzt, wo der Lambiase-Wechsel offiziell ist? Der 28-jährige WM-Neunte (60 Punkte Rückstand auf Leader Kimi Antonelli im Mercedes), der die neuen Formel-1-Regeln scharf kritisiert, ist bis Ende 2028, also ein Jahr länger als es Lambiase ist, an Red Bull gebunden.
Nun, was Verträge in der Formel 1 wert sind, hat zuletzt auch Sauber-Nachfolger Audi mit dem Abgang von Teamchef Jonathan Wheatley erfahren.