Hülkenberg erneut Elfter
Mercedes dominiert weiter – Russell sichert sich die Pole

Mercedes-Pilot Russell schnappt sich in Kanada die Sprint-Pole. Der Brite setzt die Bestzeit vor seinem Teamkollegen Antonelli. Die beiden Audi-Piloten scheitern knapp im SQ2.
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Roger Benoit aus Montreal und Manuela Bigler
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George Russell schnappt sich die Sprint-Pole in Montreal.
Foto: Lukas Gorys

Das Sprint-Qualifying

Mercedes bleibt das Mass aller Dinge und steht auch in Montreal in der ersten Reihe. Im insgesamt siebten Qualifying (dreimal Sprint, viermal GP) sichert sich Mercedes zum sechsten Mal die Pole. Nur Lando Norris in Miami konnte die Mercedes-Dominanz zwischenzeitlich unterbinden.

George Russell ist es, der im Sprint in Kanada nach demjenigen in China zum zweiten Mal in dieser Saison von ganz vorne starten wird. Dies vor seinem Teamkollegen Kimi Antonelli, der als Zweiter seine vierte Pole-Position in Folge verpasst. Mercedes sichert sich den Doppelsieg mit einem massiven Update-Paket an den Boliden – unter anderem mit einem neuen Frontflügel, aerodynamischen Änderungen und einer neuen Kupplung folgt in Kanada die nächste Show des Saisondominators.

Hinter dem Mercedes-Duo reihen sich die McLaren-Piloten Norris und Piastri ein. Weltmeister Norris liegt als Dritter bereits drei Zehntelsekunden hinter dem Mercedes-Duo zurück. Hamilton und Leclerc im Ferrari belegen die Plätze hinter den McLaren-Piloten. Insbesondere für Hamilton dürfte das Endergebnis enttäuschend sein. Der Brite setzte im SQ1 noch die Bestzeit und war auch in der dritten Session zwischenzeitlich gut unterwegs.

Audi

Beide Audi-Piloten überstehen die erste Runde auf den Medium-Reifen. Gabriel Bortoleto setzt anschliessend im SQ2 kurzzeitig die Bestzeit, wird danach aber schnell abgefangen, da die Zeiten schneller werden. Am Ende reicht es ihm als 12. nicht ins SQ3. Teamkollege Nico Hülkenberg bekommt im SQ2 zunächst keine saubere Runde hin und ist lange weit hinten zu finden. Am Ende ist der Deutsche im Pech. Nur 0,048 Sekunden fehlen ihm auf Sainz auf den zehnten Platz. So scheidet Hülkenberg als undankbarer Elfter hauchdünn aus. Erneut. Denn mit den GP-Qualis von Melbourne, Shanghai und Miami wird Hülkenberg in Montreal bereits zum vierten Mal von Position 11 aus in ein Rennen gehen, wenn auch dieses Mal im Sprint. Immerhin konnten mit einem neuen Update-Paket an den R26 die technischen Probleme von zu Beginn der Saison überwunden werden.

So lief die Quali

1. Teil (12 Minuten)

**

1. Hamilton 1:13,889

2. Antonelli

3. Verstappen

4. Norris

5. Lindblad

6. Hadjar

7. Piastri

8. Russell

9. Leclerc

10. Colapinto

11. Sainz

12. Hülkenberg

13. Ocon

14. Alonso (Crash)

15. Bortoleto

16. Bearman 1:15,801

-----------------------

17. Pérez 1:16,002

18. Stroll

19. Gasly

20. Bottas

21. Albon Forfait

22. Lawson Forfait

**

**

Qualifikation

2. Teil (12 Minuten)

**

1. Russell 1:13,026

2. Hamilton

3. Antonelli

4. Leclerc

5. Piastri

6. Norris

7. Lindblad

8. Hadjar

9. Verstappen

10. Sainz 1:14,547

----------------------

11. Hülkenberg 1:14,595

12. Bortoleto 1:14,627

13. Colapinto

14. Ocon

15. Bearman

16. Alonso

**

**

Qualifikation

Pole-Kampf (8 Minuten)

**

1. Russell 1:12,965

2. Antonelli 1:13,033

3. Norris

4. Piastri

5. Hamilton

6. Leclerc

7. Verstappen

8. Hadjar

9. Lindblad

10. Sainz

**

STRAFEN:

keine

1. Teil (12 Minuten)

**

1. Hamilton 1:13,889

2. Antonelli

3. Verstappen

4. Norris

5. Lindblad

6. Hadjar

7. Piastri

8. Russell

9. Leclerc

10. Colapinto

11. Sainz

12. Hülkenberg

13. Ocon

14. Alonso (Crash)

15. Bortoleto

16. Bearman 1:15,801

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17. Pérez 1:16,002

18. Stroll

19. Gasly

20. Bottas

21. Albon Forfait

22. Lawson Forfait

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Qualifikation

2. Teil (12 Minuten)

**

1. Russell 1:13,026

2. Hamilton

3. Antonelli

4. Leclerc

5. Piastri

6. Norris

7. Lindblad

8. Hadjar

9. Verstappen

10. Sainz 1:14,547

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11. Hülkenberg 1:14,595

12. Bortoleto 1:14,627

13. Colapinto

14. Ocon

15. Bearman

16. Alonso

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Qualifikation

Pole-Kampf (8 Minuten)

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1. Russell 1:12,965

2. Antonelli 1:13,033

3. Norris

4. Piastri

5. Hamilton

6. Leclerc

7. Verstappen

8. Hadjar

9. Lindblad

10. Sainz

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STRAFEN:

keine

Die Startaufstellung

1. Reihe: Russell – Antonelli

2. Reihe: Norris – Piastri

3. Reihe: Hamilton – Leclerc

4. Reihe: Verstappen – Hadjar

5. Reihe: Lindblad – Sainz

6. Reihe: Hülkenberg – Bortoleto

7. Reihe: Colapinto – Ocon

8. Reihe: Bearman – Alonso

9. Reihe: Pérez – Stroll

10. Reihe: Gasly – Bottas

11. Reihe: Albon – Lawson

Das gab zu reden

Nicht am Sprint-Qualifying teilnehmen kann Alex Albon. Der Williams-Fahrer verlor im einzigen Training in Montreal beim Herausbeschleunigen aus Kurve 7 die Kontrolle über sein Auto und schlug heftig in die Mauer ein. Auf den Onboard-Aufnahmen war zu sehen, wie Albon am Ausgang der Schikane mit einem Murmeltier kollidierte. Trotz aller Bemühungen des Teams, den Wagen rechtzeitig zu reparieren, fiel der Schaden deutlich grösser aus als zunächst angenommen. Bei Williams müssen Getriebe und Power Unit gewechselt werden. «Das ist Pech für Alex, aber wir werden versuchen, alle Erkenntnisse aus Carlos’ Garagenseite zu nutzen, um für die Sessions morgen bestmöglich vorbereitet zu sein», teilte das Williams-Team mit.

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0:30
Crash von Williams-Fahrer:Alex Albon kollidiert mit Murmeltier auf der Strecke

Auch Liam Lawson kann im Sprint-Qualifying nicht starten. Der Racing-Bull-Pilot blieb im Training mit Hydraulikschaden stehen – sein Auto ist bis zum Start der Quali am Abend nicht rechtzeitig wieder fit. So starten sowohl Albon als auch Lawson am Samstag zum 23-Runden-Rennen aus der Boxengasse.

Franco Colapinto, der nach einem Defekt das einzige Training gar komplett verpasst hatte, steht hingegen am Start. Beim Alpine-Piloten wurde eine neue Batterie eingebaut.

Das gab zu reden II

Nach den Defekten und dem Albon-Crash im Training sorgt auch im Sprint-Qualifying ein kurioser Crash für Aufregung. Fernando Alonso verbremst sich in der Kurve 3 und fährt frontal in die Mauer. Der Spanier beschädigt an seinem Aston Martin den Frontflügel und sorgt so für die Rote Flagge. Weil das Auto abtransportiert und die Streckenbegrenzung repariert werden muss, wird die erste Session für rund 20 Minuten unterbrochen. Mit 1:46 Minuten Restzeit reicht es nach Wiederaufnahme einigen Fahrern nicht, um nach dem Unterbruch noch eine schnelle Runde zu fahren. Alonso schafft es derweil mit der zuvor 16. gesetzten Zeit trotz Crash ins SQ2, kann dort aufgrund des beschädigten Aston Martin natürlich nicht fahren.

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So gehts weiter

Am Samstag steht um 18 Uhr das insgesamt 27. Sprint-Rennen in der Formel 1 auf dem Programm, bevor die Fahrer ab 22 Uhr auf Pole-Jagd für den Grossen Preis von Kanada (Sonntag, 22 Uhr) gehen.

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