Sauber-Serie gerissen
Norris lässt nach Drama Kopf hängen – Ferrari mit Schrott-Tag

Der erste GP nach der Sommerpause hats in sich. Das Rennen im holländischen Zandvoort endet für Norris, Hamilton und Leclerc in einem Desaster. Das Sauber-Team geht leer aus. Gross gefeiert wird hingegen bei Racing Bulls.
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk
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Niedergeschlagen sitzt Lando Norris nach seinem dramatischen Aus im Gras.
Foto: Screenshot SRF

Das Rennen

McLaren steuert in Zandvoort auf einen Doppelsieg zu – und dann plötzlich funkt der auf Rang zwei liegende Lando Norris: «Ich rieche Rauch!» Kurz darauf rollt der Brite aus. Das Aus in der 65. von 72 Runden wegen eines technischen Defekts. Norris verlässt die Strecke, setzt sich ins Gras und lässt den Kopf hängen. Ist die WM damit entschieden?

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Denn Teamkollege Oscar Piastri, der australische Pole-Setter und WM-Leader (neu mit 34 Punkten Vorsprung), fährt problemlos seinen siebten Saisonsieg ein. Vor Lokalmatador Max Verstappen (Red Bull) und dem sensationellen Isack Hadjar im Racing Bulls. Der Franzose verteidigt nach dem Restart in der Schlussphase seinen ersten Podestplatz der Karriere gegenüber George Russell im Mercedes.

Foto: RMS

Das gab zu reden

Der Schrott-Sonntag von Ferrari: Beide Autos der Scuderia sehen die Zielflagge nicht. Sowohl Lewis Hamilton als auch Charles Leclerc scheiden an der gleichen Stelle (Kurve 3) aus – aber wegen unterschiedlicher Vorfälle.

Hamilton erwischts in der 23. Runde. Der Brite, der mental ohnehin angeschlagen wirkt, rutscht von der Strecke und schlägt ein, weil er mit seinem Ferrari in der Steilkurve auf einen Teil der Werbefläche gerät, der durch die wenigen Regentropfen wohl etwas zu rutschig ist. «Auf jeden Fall ein Fahrfehler, da war er zu weit oben», analysiert SRF-Experte Marc Surer. «Es tut mir so leid», entschuldigt sich Hamilton umgehend bei seinem Team über Funk. Mehrere Stunden nach Rennschluss wird zudem bekannt, dass Hamilton beim Monza-GP nach dem Qualifying um fünf Startplätze zurückversetzt wird. Grund: Bei doppelt geschwenkten Gelben Flaggen auf der Sichtungsrunde am Boxeneingang hat er nicht genügend verlangsamt.

Leclerc wird von Kimi Antonelli in der 53. Runde aus dem Rennen genommen. Der junge Mercedes-Italiener touchiert den Ferrari-Monegassen hinten links, welcher daraufhin abfliegt. Antonelli kann weiterfahren, die Rennleitung drückt ihm für den Crash eine Zehn-Sekunden-Strafe auf. Später kommt dann auch noch eine Fünf-Sekunden-Strafe hinzu, weil er in der Boxengasse zu schnell unterwegs ist. Deswegen wird Antonelli am Ende des Rennens im Klassement bis auf Rang 16 durchgereicht.

Sauber

14. Nico Hülkenberg
15. Gabriel Bortoleto

Die letzten sechs Grands Prix gabs immer Punkte für das Sauber-Team. Diese Serie reisst nun in Zandvoort.

Bortoleto verbockt seinen Start, fällt vom 13. auf den 19. Rang zurück – und damit noch hinter seinen deutschen Teamkollegen Hülkenberg (17. Startposition). Zudem beschädigt sich der Brasilianer in der Anfangsphase des Rennens seinen Frontflügel im Kampf mit Lance Stroll. Beide Sauber-Piloten kommen mit den Top 10 nie wirklich in Tuchfühlung.

Während die Konkurrenz (Racing Bulls, Williams, Haas und Aston Martin) punktet, schreiben die Hinwiler einen Nuller. Das hat zur Folge, dass Sauber in der Konstrukteurs-Wertung auf Rang acht zurückfällt (51 Punkte). Williams (5.) hat neu 80 Zähler, Aston Martin (6.) 62 und Racing Bulls (7.) deren 60. Haas liegt als Neunter noch sieben Punkte hinter Sauber.

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So gehts weiter

Der F1-Zirkus zieht direkt weiter nach Italien – der Hochgeschwindigkeitskurs in Monza wartet. Der 16. GP des Jahres wird am 7. September ab 15 Uhr ausgetragen.

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