Die Sommerpause hat mit Paukenschlägen geendet. Bei Williams verlängerten Albon und Sainz ihre Verträge. Sie glauben wohl an ein Wunder, das 1979 mit dem ersten Sieg von Clay Regazzoni in Silverstone begann – und 2012 in Barcelona mit dem 114. und bisher letzten GP-Sieg durch Maldonado aus Venezuela endete.
Der andere Transfer-Knaller kam von Verstappen. Der Mann, seit elf Rennen ohne Sieg, glaubt bei Red Bull offenbar auch an ein Wunder. Bleibt er tatsächlich bis Ende 2030, wenn das Auto ihm die Erfolge verbaut? «Rücktritt oder Red Bull, mehr gibt es nicht», sagt der vierfache Champion. Warten wir mal ab.
Was ist also noch Spektakuläres zu erwarten? Mercedes (Antonelli, Russell), Ferrari (Leclerc, Hamilton) sowie Weltmeister McLaren (Norris, Piastri) könnten jetzt locker ihre Startpaarung 2027 bestätigen. Das Gleiche gilt für Audi, das sein Duo Bortoleto und Hülkenberg nicht ändert. Was im Zeichen der Entwicklung vernünftig ist. Bortoleto, übrigens aus der McLaren Academy losgelöst, gehört zu den Entdeckungen des Jahres. Und Hülkenberg (soeben 39 geworden) darf um jede Vertragsverlängerung dankbar sein. Wie 2020, als ihn Racing Point (jetzt Aston Martin) wegen eines Corona-Falls aus dem Rücktritt zurückholte – und der Deutsche die Chance mit zwei Punkteplätzen sofort packte.
Bei Aston Martin lässt Alonso (45) das Team weiter im Unklaren, ob er aufhört oder vielleicht sogar zu Alpine zu seinem Manager Briatore zieht – wenn der neue Supergeldgeber (Gucci) mit Colapinto nicht viel anfangen kann. Bei Haas wehrt sich Ocon gegen den Rauswurf, was kaum gelingt. Bei Racing Bulls will man F2-Star Tsolov bringen. Muss dann Lawson gehen? Bei Cadillac sucht man ernsthaft einen Nachfolger für Bottas.