Wo steigt der WM-Final? FIA wartet Mexiko ab
Lerclerc vor Norris – Antonelli kann trotzdem lachen

Noch immer hat die FIA offiziell nicht entschieden, ob das Finale in Katar/Abu Dhabi oder am 6. Dezember am Ersatzort Imola steigt. Wartet man bis zur WM-Entscheidung am Sonntag? Sonst wäre Kimi jetzt schon Champion. Schnellster im 2. Training: Leclerc vor Norris.
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Im ersten Training schickte nur Ferrari (im Bild Lewis Hamilton) beide Stammfahrer auf die Strecke.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Um es noch einmal klar zu sagen: Mercedes-Superstar Antonelli braucht am Sonntag ab 21 Uhr MEZ (TV live) nur zwei Punkte, wenn Teamkollege Russell gewinnen sollte. Und sogar nur einen Zähler, wenn Hamilton zum 107. Mal im 399. Rennen ganz vorne liegen würde.

Russell mit der Brechstange

Ein «Spielverderber» gab im zweiten Training erst mit viel Risiko gegen das Ende mit Position drei seine Visitenkarte ab: George Russell (28). Der Brite ist enttäuscht, kämpft mit seiner Motivation. Wie will ein Mann ohne grosses Selbstvertrauen sein erst neuntes Rennen in der bereits achten Saison gewinnen?

Für Antonelli steht eine Spazierfahrt zum Titel nicht auf dem eigenen Programm: «Ich will siegen. Wie bei jedem Rennen!» Die Mathematik und Rechnerei hat er längst als nicht gerade sein Lieblingsfach auf der Schulbank liegen lassen.

Die Resultate des zweiten Trainings
Foto: Formel 1

Antonelli bleibt ruhig

Wie im ersten Training (Zweiter hinter Antonelli) liess sich der Italiener auch bei den zweiten 60 Minuten nicht aus der Ruhe bringen, konterte sofort, als die beiden Ferrari vorne das Tempo machten.

Vor allem Leclerc scheint in Superform und könnte – neben Verstappen (sechsmal in Serie auf dem Podest) – zum Königsmacher aufsteigen. Der Monegasse hat nach über 180 Rennen erst neun Siege auf dem Konto – genau so viele wie Antonelli mit 140 Rennen weniger!

Norris top – Hamilton flop

Auch McLaren-Mercedes meldet sich wieder mal zurück. Vor einem Jahr holte sich Lando Norris hier die Pole-Position und den Sieg. Vor Leclerc und Verstappen.

Bei Halbzeit in der zweiten Trainingssession stoppte Hamilton mitten auf der Strecke mit seinem Ferrari. «Ich habe bei Kurve 13 alle Power verloren», funkte der Brite an die roten Boxen. «Okay, wir haben es gesehen», kam als Antwort zurück.

Audi mit viel Ärger

Bei Audi ging auch bei Bortoleto nicht viel. Wie am Morgen, als Ersatzfahrer Freddie Slater (18) in das Auto klettern durfte. Nach einigen Pleiten schaute für den Briten der vorletzte Rang heraus.

Bei Bortoleto stand nach 48 von 60 Minuten noch keine einzige Zeit auf dem Computer – Letzter! Hülkenberg tummelte sich wie im ersten Training nur im Mittelfeld herum. Die dünne Luft scheint den deutschen Autos nicht gut zu tun. Am Ende lag Hülk auf Position 15, Bortoleto blieb Letzter.

Wenn sich 2 Bullen streiten

Weil sich zwei Bullen-Autos in die Quere kamen, müssen sich Verstappen (A-Team) und Lawson (B-Team) nach dem Training bei der FIA melden. Eine Strafe ist nicht ausgeschlossen.

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