Antonelli muss 2026 mit bisher acht Siegen der Welt nichts mehr beweisen. Jeder Punkt bringt ihn näher an die Sensation, die seit Wochen eigentlich keine mehr ist. Kimi: «Entweder hier in Austin, in Mexiko oder in Brasilien wird es passieren!»
Bortoleto 20 Strafplätze
Für bisher drei Fahrer geht es in der Qualifikation nur noch um eine gute Figur oder Schadensbegrenzung. Für Audi-Pilot Gabriel Bortoleto (22) ist das Urteil für den Sonntag ab 21 Uhr MEZ (TV live) schon gefällt.
Der Brasilianer muss im Motorenumfeld so viele Dinge wechseln, dass er 20 Startplätze kassiert und damit als Letzter startet.
Für Colapinto (Alpine) geht es zehn Startplätze zurück. Und Lindblad (Racing Bulls) braucht den 6. Motor. Das wird nur noch mit fünf Positionen bestraft.
Antonelli sofort schnell
Im zweiten Training musste Antonelli 18 Minuten warten, bis sein Auto in der Garage endlich klar für eine schnelle Runde war. Und kaum im Mercedes ging es vom 22. und letzten Platz gleich auf den dritten Platz hinter Verstappen und Teamkollege Russell.
Allein dies beweist, wie bereit Antonelli ist. Er wird das Risiko zwar etwas zurücknehmen, aber schnell bleibt schnell. Mit dem Zusatz: Kalkuliertes Risiko. Noch sind die Fehler 2026 von Antonelli kaum auszumachen.
Audi jetzt in Rücklage
Bei Audi muss man aufpassen, dass der Kampf um den 7. WM-Platz und weit über zehn Millionen Dollar Preisgeld gegen Haas-Ferrari nicht frühzeitig verloren geht.
Noch liegt man gegen Haas-Ferrari mit 23:30 hinten. Doch Bortoleto (seit sieben Rennen ohne Punkte) startet aus der letzten Reihe. Und Hülkenberg kam bisher nicht richtig auf Touren. Bearman und Ocon machen noch den stärkeren Eindruck.
Leclerc – Antonelli 9:8
Auf der 5,513 km langen Strecke waren die sechs letzten Plätze wieder mal (mit Zaungast Hülkenberg) von den drei letzten Teams besetzt: Williams, Aston Martin-Honda und Cadillac.
Vorne jagt Leclerc am Samstag seine 28. Pole-Position. Doch der Monegasse ist mit 125 Punkten Rückstand auf Antonelli nicht einmal im Wahnsinns-Fall eine Gefahr.
Aber vielleicht gelingt dem Monegassen endlich der 9. Sieg im 189. Grand Prix. Antonelli schaffte in nur 41 Rennen acht Triumphe. Am Ende waren alle Teams auf Longruns (Distanzversuche) – und da gab Mercedes auch den Ton an. Vor Red Bull.