GP-Chaos lässt den Italiener kalt
Dominator Antonelli sorgt für Monaco-Rekord

Unaufgeregt krallt sich Kimi Antonelli seinen fünften GP-Sieg in Serie. Noch nie hat ein so junger Formel-1-Pilot den GP-Klassiker in Monte-Carlo für sich entscheiden können.
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk
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Ganz schön was los in Monaco: Kurz vor Rennende wird der GP unterbrochen, da der Asphalt in Kurve 19 inspiziert werden muss.
Foto: Lukas Gorys

Das Rennen

Ein 19-Jähriger dominiert die Formel 1 derzeit nach Belieben. Auch beim Klassiker in Monaco gibt es an WM-Leader Kimi Antonelli kein Vorbeikommen. Der italienische Mercedes-Pilot feiert im sechsten GP 2026 den fünften Sieg. Nur beim Saisonauftakt in Australien reichte es ihm mit Rang zwei (hinter Teamkollege George Russell) nicht ganz nach vorne.

In einem lange Zeit wenig berauschenden Rennen bricht in der Schlussphase das Chaos aus. Beim Neustart nach dem Crash von Lance Stroll fliegt mit Charles Leclerc direkt ein weiterer Pilot in Kurve 19 ab. Danach wird der GP für mehr als eine halbe Stunde unterbrochen und die besagte Stelle inspiziert. Der Asphalt scheint ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Zehn Runden müssen noch absolviert werden.

Für den Monegassen Leclerc kommts somit knüppeldick bei seinem Heim-GP. Denn bereits vor seinem bitteren Ausfall fühlt er sich von seinem Team benachteiligt. Während das Safety-Car nach dem Stroll-Crash draussen ist, beordert Ferrari beide Piloten zum Reifenwechsel in die Boxengasse.

Dabei sitzt der nur knapp vor Leclerc liegende Lewis Hamilton seine Fünf-Sekunden-Strafe ab, die sich der Brite (wie auch Russell, Oscar Piastri, Franco Colapinto und Pierre Gasly) wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse eingehandelt hat. Leclerc guckt dahinter in die Röhre und schimpft über Funk: «Warum zur Hölle stoppen wir?» Rang zwei hinter Antonelli war für ihn eigentlich reserviert. Wenig später ist klar: Es wird selbst mit Platz drei nichts.

Das Podest bilden letztlich der mit 19 Jahren, neun Monaten und 13 Tagen jüngste Monaco-Triumphator aller Zeiten Antonelli, Hamilton und Isack Hadjar. Die nach Rennschluss gegen den Red-Bull-Franzosen durchgeführte Untersuchung endet mit einem Freispruch.

Generell ist dieser Monaco-GP geprägt von zahlreichen Strafen, die ganz am Schluss das Klassement noch einmal durcheinanderwirbeln. Total werden deren elf verhängt. Gasly wird beispielsweise am Ende von Rang drei direkt auf Position sieben nach hinten gespült.

Audi

11 Gabriel Bortoleto
13. Nico Hülkenberg

Im nervenaufreibenden Finish kämpft sich Nico Hülkenberg in die Top 10 vor und wird als Neunter abgewunken. Zwei Punkte also für den Deutschen und das Audi-Team? Mitnichten. Kurz danach folgt der Schock: Hülkenberg kassiert nachträglich aus dem Nichts eine Zehn-Sekunden-Strafe für die Berührung mit Carlos Sainz. Aus Rang neun wird somit Platz 14. Und später am Abend Rang 13, weil der zehntklassierte Sergio Pérez im Cadillac um 19.35 Uhr für seine unsaubere Position beim stehenden Neustart (rechtes Vorderrad ausserhalb des Feldes) mit zehn Strafsekunden gebüsst wird und neu als 15. gewertet wird.

Alarm herrscht bei Gabriel Bortoleto eine halbe Stunde vor dem Start. Bei der Erkundungsrunde bleibt der Brasilianer bei der Boxenausfahrt stehen. Statt von Startplatz 16 geht es für ihn anschliessend aus der Boxengasse los. Nur weil ganz zum Schluss in Monaco das Chaos ausbricht, klassiert sich Bortoleto überraschenderweise zwei Positionen vor seinem Teamkollegen.

Das gab zu reden

Der gebrauchte Renntag von Max Verstappen: Die Hoffnungen des 2026 noch sieglosen Holländers, beim Start Pole-Setter Kimi Antonelli abzufangen, lösen sich sogleich in Luft auf. Verstappen kommt kaum vom Fleck und wird durchgereicht. Nach einer absolvierten Runde ist der Red-Bull-Pilot bereits zur Aufgabe gezwungen. Da haben die beiden Schweizer Ski-Aushängeschilder Marco Odermatt (Alpin) und Mathilde Gremaud (Freestyle) Verstappen definitiv kein Glück gebracht. Odermatt und Gremaud, die beide von Dosengigant Red Bull gesponsert werden, gehören in Monte-Carlo zu den zahlreich vertretenen prominenten Gästen und posieren vor dem Rennen mit den F1-Stars Verstappen, Hadjar (beide Red Bull), Arvid Lindblad und Liam Lawson (beide Racing Bulls) für ein gemeinsames Foto.

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So gehts weiter

Nach Monaco ist vor Katalonien: Am kommenden Sonntag kämpfen die F1-Stars in Barcelona um den GP-Sieg.

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