Brutalo-Bande zwang Sohn, den Safe zu öffnen
Formel-1-Legende Alain Prost in eigenem Haus überfallen

Der vierfache F1-Weltmeister Alain Prost wurde in seinem Haus in Nyon überfallen. Einer seiner Söhne wurde gezwungen, den Safe zu öffnen. Die Täter sind auf der Flucht.
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Alain Prost wurde in seinem Zuhause am Genfersee überfallen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Bande überfällt am Dienstag Villa von Alain Prost in Nyon VD
  • Prost leicht verletzt, Sohn muss Safe unter Gewaltandrohung öffnen
  • 2025: 18 ähnliche Fälle im Genfersee-Raum, Täter oft grenzüberschreitend
Claude Ansermoz

Schock am Genfersee: Am Dienstagmorgen hat eine Bande Formel-1-Weltmeister Alain Prost (71) in seiner Villa in Nyon VD überfallen. Nach Blick-Informationen wurde der ehemalige Autorennfahrer verletzt. Unter Androhung von Gewalt musste einer seiner Söhne den Familiensafe öffnen. Die Täter sind auf der Flucht.

Doch was ist passiert? Es ist etwa 8.30 Uhr, als mehrere vermummte Personen gewaltsam in das Anwesen der Familie Prost eindringen. Prost wird umgehend von den Tätern attackiert. Bei der Auseinandersetzung soll er am Kopf verletzt worden sein. Gleichzeitig bedrohen die Kriminellen den Rest der Familie.

Sohn muss Tresor öffnen

Die Täter zwingen einen von Prosts Söhnen dazu, den Safe des Hauses zu öffnen. Was genau gestohlen wurde, ist noch unklar. Bekannt ist jedoch, dass Prost enge Verbindungen zur «Haute Horlogerie» (zu Deutsch die hohe Uhrmacherkunst) pflegt. Seit Jahren arbeitet er mit der Uhrenmarke Richard Mille zusammen, die ihm sogar eine auf 30 Exemplare limitierte Sonderedition gewidmet hat. Weder die Familie noch die Manufaktur wollten sich auf Blick-Anfrage äussern.

Nach dem Alarm leitete die Waadtländer Kantonspolizei eine grossangelegte Fahndung ein. Polizei, Hundestaffeln, Sicherheitskräfte und Spurensicherer suchten die Region rund um Nyon ab. Weil die Ermittler von einer möglichen Flucht über die Grenze ausgehen, wurde auch die französische Polizei eingeschaltet. Bislang fehlt von den Tätern jede Spur.

Alain Prost erlitt bei dem Überfall zwar nur leichte körperliche Verletzungen. Der Schock sitzt jedoch tief – noch vor Ort musste ein Care-Team hinzugezogen werden, wie es in einer Medienmitteilung zum Fall heisst. Nach Blick-Informationen ist Prost inzwischen nach Dubai zurückgekehrt, wo er auch zeitweise lebt. Dort widmet er sich vor allem dem Radsport und dem Golf – gelegentlich auch gemeinsam mit Tennis-Star Roger Federer. 

Kein Einzelfall

Die Waadtländer Staatsanwaltschaft möchte auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren, dass es sich bei der angegriffenen Familie um die des Ex-Rennfahrers handelt. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. 

Dieser Überfall ist kein Einzelfall. Regelmässig werden Anwesen in der Romandie zum Ziel von Kriminellen. Nach Angaben mehrerer Experten aus der Luxusbranche nehmen sogenannte «Home-Jackings» im Genfersee-Raum seit einiger Zeit stark zu.

Allein im Jahr 2025 verzeichnete der Kanton Genf 18 Fälle dieser Art, die oft von hochorganisierten grenzüberschreitenden Banden begangen wurden, die es auf prestigeträchtige Uhrensammlungen abgesehen hatten.

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