Noch wird rund um das Fahrerlager weiter heiss über 2027 diskutiert. Im Fall von Max Verstappen (28) hat der in Belgien geborene Holländer jetzt ein klares Statement abgegeben: «Wenn sich zwischen Red Bull und mir etwas entschieden hat, dann rede ich zuerst!»
Lärm auch in der Sommerpause
Damit stoppt der vierfache Weltmeister und 71-fache GP-Sieger (dreimal in Spa) vorerst die Gerüchteküche. Aber solange McLaren (Norris/Piastri) und Mercedes (Antonelli/Russell) ihre Fahrerpaarung für nächste Saison nicht offiziell bestätigen, wird der Lärm die Sommerpause ab 27. Juli begleiten.
Diese beiden Teams bleiben so noch wochenlang in den Medien und die Sponsoren freuen sich über die vielen Bilder auf allen Kanälen. Warum also Klarheit schaffen?
War der Hülkenberg-Spruch angebracht?
Auch der Fall Hülkenberg schreit nach einer offiziellen Mitteilung aus Hinwil. So würde es nicht mehr vorkommen, dass ein Fahrer (Hülkenberg) einen Kollegen (Sainz) in der Öffentlichkeit blossstellt: «Ja, bei uns wäre für Carlos noch der Job als Ersatzfahrer frei!»
Der Deutsche, der hier mit einem neuen, roten Helm antritt, sollte sich jetzt mal auf die ersten WM-Punkte 2026 und den internen Kampf gegen den oft schnelleren Teamkollegen Bortoleto konzentrieren. Auch im ersten Training lag der Brasilianer als Zehnter deutlich vor Hülk.
Antonelli überzeugt weiter
Der 60-minütige GP-Auftakt zum zehnten Rennen der Saison war keine 15 Minuten alt, als die beiden Red Bull-Ford mit Verstappen und Hadjar das Klassement anführten. Vor Hamilton und Leclerc im Ferrari. Sowie WM-Leader Antonelli. Der Mercedes-Star hat nach fünf Siegen in Serie jetzt dreimal hintereinander nicht mehr gewonnen.
Sein Vorsprung auf Partner Russell ist auf 25 Punkte geschrumpft. Was den Italiener aber nicht aus der Ruhe bringen lässt. «Natürlich kann man den Frust nicht verbergen, wenn wieder etwas schief geht. Aber alle Probleme sind erklärbar.»
«Herrlich, mit Federer zu reden!»
Auf die Frage, wie er seine bisherige Saison von 1 bis 10 bewerten würde, antwortete Kimi zuerst mit seinen fünf eigenen Fehlern und sagte dann «8,5 – das trifft es wohl!» Was für ein erfrischender und selbstkritischer Mensch.
Kürzlich traf er in Wimbledon Roger Federer und sagte: «Da weisst du, wer wirklich ein Superstar ist. In wenigen Minuten habe ich viel für mein Leben gelernt. Wir haben über Druck gesprochen und dann sagte er: «Kontrolliere deine Emotion, vor allem jene, die Fehler verursachen können.» Kimi lachte: «Aber als Italiener bleibe ich ein Fan von Jannik Sinner!»
Hat Red Bull die Lösung?
Auch nach 40 Minuten lagen die beiden Bullen-Autos vorne. Hat das Team endlich die Einstellung gefunden, die Verstappen seit Wochen fordert? Dass er seinen jetzigen Teamkollegen Hadjar nicht einfach abschütteln kann (wie die meisten Vorgänger), hat Max längst gemerkt.
Die letztjährige Pole-Zeit von 1:40,562 (Norris, McLaren) wird unerreicht bleiben. Das Energie-Management verlangt hier, dass man vor schnellen Kurven früher vom Gas gehen muss (um die Batterie zu laden), sonst geht plötzlich der Elektro-Saft aus.
Hamilton siegte 5 Mal in Spa
Erst in den letzten 20 Minuten waren beide Ferrari schneller als Hadjar. Vor allem Hamilton fühlt sich als fünffacher Belgien-Sieger hier an der historischen Stätte wohl – nur Schumacher siegte in Spa sechsmal.
Auch im Kampf um die Pole-Position am Samstag um 16 Uhr (TV live) könnte Hamilton ein Wort mitreden – es wäre seine siebte in Spa. Insgesamt seine 105.
Aston Martin nur noch lächerlich
Peinlich wieder einmal Aston Martin-Honda. Die Briten, die erst in einer Woche in Ungarn mit dem Update kommen, verloren auf der 7,004 km langen Strecke rund sechs Sekunden auf Verstappen.
So macht man sich lächerlich. Auch wenn im zweiten Auto der Amerikaner Jack Crawford sass. Er durfte Alonso im ersten Training ersetzen. Der Spanier hatte schon vorher prophezeit: «Hier sehen wir am schlechtesten aus!»