Vor einer Woche hatte Blick gefragt: Wer hat den schönsten Formel-1-Tempel? Tausende hatten bei der Abstimmung mitgemacht. Der Sieg ist mit 32 Prozent der Stimmen klar an Ferrari gegangen. Vor Red Bull/Racing Bulls (23 Prozent) sowie Audi (14 Prozent). Die Sauber-Fans leben noch.
Man kann noch lange über das 300-Millionen-Fahrerlager mit den nötigen rund 350 Transportern oder Lastwagen diskutieren.
Stroll fliegt zur Rennstrecke
Gleiches gilt für die vielen Privatflugzeuge oder Yachten der Formel 1. Allein neun Jets, von vier bis 50 Millionen Dollar, brachten praktisch das ganze Fahrerfeld zum GP Belgien ins rund 40 Kilometer von Spa entfernte Lüttich.
Von dort flog dann nur einer im riesigen Privat-Helikopter weiter an die Rennstrecke: Lance Stroll.
Auch sein Papa lässt sich die Supershow neben der Piste nicht nehmen. So soll die Yacht von Lawrence Stroll über 250 Millionen Dollar wert sein.
Der weisshaarige, freundliche, aber auch mysteriöse Kanadier geht auch sonst im Leben aufs Ganze. Mit seinem Milliarden-Imperium. 2000 war er der grosse Mode-Investor in die Firmen von Tommy Hilfiger, Michael Kors, Pierre Cardin und Ralph Lauren.
Stroll will den Titel
Der oft in Genf lebende Lawrence Stroll versuchte seine ersten Formel-1-Schritte als Lotus-Sponsor (1990er-Jahre). Dann wurde sein Engagement mit dem GP-Einstieg von Sohn Lance (27), der hier bereits sein 199. Rennen (bisher drei Podestplätze) bestreitet, immer grösser und ehrgeiziger.
Als Stroll seine Anteile bei Aston Martin erhöhte und das Formel-1-Team kaufte, hatte er nur ein Ziel: Der WM-Titel muss her. Dafür sagte er oft, er habe das nötige Geld und die Infrastruktur.
Resultate hinken hinterher
Doch Träume lassen sich nicht kaufen. Trotz viel menschlicher Genialität im modernsten Formel-1-Gebäude bei Silverstone blieben bis jetzt die Resultate aus.
2026 jagt mit exklusiver Honda-Power ein peinlicher Auftritt den anderen. Wer fünf Sekunden auf die Rivalen verliert, hat ein echtes Problem. Der Spanier Alonso lässt sich die dauernden Niederlagen mit Millionen vergolden und sagt: «Am Sonntag habe ich nur einen wichtigen Termin. Das ist der WM-Final im Fussball.»