Darum gehts
Bislang lief alles geschmeidig. Der Konkurrenz enteilte Davos in der Quali als souveräner Tabellenführer vorzeitig und in den Playoffs konnten die Bündner stets vorlegen. Aber im Final ist nach der Niederlage in Spiel eins gegen Fribourg (2:3) plötzlich alles anders. Erstmals in dieser Saison bekommt der HCD eine ernsthafte Herausforderung, nachdem der Heimvorteil erst mal weg ist.
Doch die Davoser Protagonisten gehen mit diesem Umstand relativ entspannt um. «Am Spengler Cup haben wir auch das erste Spiel verloren und es uns dadurch nicht einfach gemacht. Das Turnier haben wir dann mit fünf Siegen in fünf Spielen doch noch gewonnen. Es ist daher nicht das erste Mal, dass wir getestet werden», sagt HCD-Stürmer Yannick Frehner (28) und meint weiter: «Wir wissen, wie wir da wieder rauskommen.»
Erinnerungen an den Final 2015
Sein Teamkollege Sven Jung (31) schlägt in die gleiche Kerbe: «Wir waren dieses Jahr statistisch sowohl das beste Heimteam, wie auch das beste Auswärtsteam. Deshalb gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.»
Wenn einer das beurteilen kann, dann er. Jung war als Einziger schon beim letzten Davoser Meistertitel 2015 dabei, «damals eher am Rand, was jetzt anders ist», wie der HCD-Schlüsselverteidiger betont. Aber er erinnert sich: «Wir haben das erste Finalspiel gegen die ZSC Lions 2015 auch verloren, aber anschliessend viermal in Folge gewonnen.» Nachmachen ist in Davos selbstverständlich erwünscht.
Auch Trainer Josh Holden gibt sich relativ entspannt: «Wir lagen während der Saison in den Matches oft zurück und haben auch Spiele verloren – das gehört zum Eishockey dazu. In den Playoffs zählt ohnehin immerzu das nächste Spiel.»


