Darum gehts
Davon träumt jedes Kind. Daheim eine WM spielen – und dabei eine Medaille holen. Vielleicht nach zwei silbernen sogar die erste goldene?
Viele Nati-Spieler haben in ihrer Karriere schon mehr erreicht, als sie sich als kleine Knirpse erträumt hatten. So verdienen sechs viel Geld in der NHL: Nashville-Captain Roman Josi garniert im Schnitt 9,059 Millionen pro Saison. Timo Meier (8,8 Mio.) und Nico Hischier (7,25 Mio.) sind bei New Jersey unter Vertrag. J.J. Moser verdoppelt seinen Lohn nach dieser Saison bei Tampa Bay und wird künftig acht Jahre lang im Schnitt 6,75 Mio. verdienen. Pius Suter kassiert bei St. Louis 4,125 Mio. Und Nino Niederreiter kommt bei Winnipeg auf ein Jahressalär von 4 Millionen.
Doch Geld ist nicht alles. Josi (35) und Niederreiter (33) verbindet eine langjährige Freundschaft. Im Gespräch mit Blick beschrieben sie, was sie so speziell macht: «Jeder kann so sein, wie er wirklich ist.» Wenn die NHL-Stars über die Vergangenheit sprechen, kommt oft die WM 2013 in Stockholm zur Sprache. Erstmals ein Zimmer teilten sie sich zwar schon drei Jahre zuvor in Mannheim, Schweden aber sehen sie als Beginn der neuen Nati-Ära. Vor dem Halbfinal gegen die USA konnten die Kumpels nicht schlafen und texteten den Party-Hit «Guantanamera» um.
Die «ewigen Goalies» Leonardo Genoni (38) und Reto Berra (39) haben mindestens zwei Drittel ihres Lebens hockeytechnisch zusammen verbracht. Aus dem ZSC-Nachwuchs stammend, wechselten sie 2007 gemeinsam zum HC Davos und lancierten ihre grossen Karrieren so richtig. Nach zwei Jahren im Bündnerland wurden sie zu Gegnern – ausser in der Nati. «Wir sind Freunde und Konkurrenten», fasst es Genoni zusammen. Zürich ist für ihn die zwölfte, für Berra die elfte WM – bei sieben Austragungen standen die Kumpels beide im Aufgebot und balgten sich um den Platz im Kasten. Sie pushen sich und freuen sich gleichzeitig füreinander. «Ich war bestimmt einer der Ersten, die Reto zum Meistertitel gratuliert haben», so Genoni.
22 Spieler im 25-Mann-Aufgebot von Jan Cadieux haben sich den Bubentraum von einer WM-Medaille schon erfüllt. Der Gold-Traum bleibt. Der einzige, der die komplette Silber-Sammlung der Jahre 2013, 2018, 2024 und 2025 hat, ist Niederreiter. Nach der vierten Finalniederlage (0:1 n. V. gegen die USA) vergoss er bittere Tränen.
Nur drei Spieler im Team können noch keine Medaille vorweisen. Bei den WM-Debütanten Attilio Biasca und Théo Rochette ist das logisch, bei Suter überraschend. Der 29-Jährige spielte schon vor neun Jahren seine erste WM, verpasste aber die Silber-Momente, weil er entweder verletzt war, nicht dabei sein konnte, weil sein Vertrag auslief, oder er noch in den Playoffs engagiert war. «Ich verpasste bisher irgendwie den Zug», so Suter.
Die vier Jüngsten im Team sind Théo Rochette, Simon Knak (beide Jahrgang 2002), Attilio Biasca und Nicolas Baechler (beide 2003). Knak ist der Einzige von ihnen, der gedraftet wurde: 2021 von Nashville in der sechsten Runde.
Geld und Gold sind nicht alles. In der Nati sind ausreichend Spieler dabei, die zum Lachen nicht in den Keller gehen. Doch für die Stimmung ist einer besonders wichtig: ZSC-Verteidiger Christian Marti. Auf dem Eis einer fürs Brachiale, auch wenn er vor einem Jahr plötzlich Punkte en masse buchte, ist er in der Kabine mit seinem goldigen Humor dafür da, dass die Atmosphäre nie steif wird. In den letzten beiden Jahren stimmte er vor dem Spiel jeweils das Team ein, wenn er die Starting 6 bekannt gab.
Marti ist einer von neun Zürchern im Team, die damit das grösste Kontingent stellen. Vier Spieler stellt der Kanton Bern. Mit Damien Riat und Rochette stammen nur zwei aus der Romandie. Und das Tessin? Nachdem Michael Fora verletzt fehlt, kann man da höchstens Biasca halb zählen, dessen Vater Nicola bei Ambri spielte und bei den Biancoblù im Medical Staff tätig ist. Der Fribourger Meisterstürmer ist im Engadin geboren und in Luzern aufgewachsen.
Egal, woher sie kommen, die Nati-Spieler vereint ein gemeinsamer Traum: jener vom grossen Wurf vor den eigenen Fans.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Finnland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Deutschland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Großbritannien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Ungarn | 0 | 0 | 0 | |
1 | Lettland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweiz | 0 | 0 | 0 | |
1 | USA | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 0 | 0 | 0 | |
1 | Tschechische Republik | 0 | 0 | 0 | |
1 | Dänemark | 0 | 0 | 0 | |
1 | Italien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Norwegen | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowakei | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowenien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweden | 0 | 0 | 0 |

