Vier Teams für zwei freie Plätze – Blick verteilt Play-In-Pucks
Darum haben der SCB und Langnau schlechte Karten

Vier Teams für zwei freie Plätze. Der prickelnde Kampf um die Play-Ins geht mit den letzten drei Spielen auf die Zielgerade. Blick durchleuchtet die Mannschaften nach sechs Kriterien. Bern und die SCL Tigers liegen beim Quervergleich im Hintertreffen.
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Heinz Ehlers macht im Saisonendspurt jeweils keiner etwas vor.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Marcel AllemannReporter Eishockey

SC Bern

Ausgangslage
Die Mutzen starten mit zwei Punkten Reserve ins Strich-Finale. Dass die Verfolger Biel und Langnau noch ein Direktduell auszutragen haben und dabei nicht beide voll punkten können, hilft zusätzlich. Gegen diese beiden Konkurrenten ist der SCB auch in den Direktbegegnungen besser, was bei Punktgleichheit zählt und einem Zusatzpunkt gleichkommt – einzig gegen Kloten ist man da im Hintertreffen. Das Restprogramm: zwei Heimspiele (Zug, Fribourg) und ein Auswärtsspiel (Ambri).
Pucks: 5 von 5

Formkurve
Bern hat nach der Olympia-Pause alle drei Spiele verloren, konnte gegen Kloten (1:2 n.V.) und Servette (3:4 n.V.) aber wenigstens einen Punkt mitnehmen.
2/5

Druck
Es wäre eine Schmach, die Playoffs zu verpassen und erst recht ein krachendes Debakel, es nicht mal in die Play-Ins zu schaffen.
1/5

Trainer
Schon dreimal wurde Heinz Ehlers Swiss-League-Meister, dazu führte er 2018 die SCL Tigers sensationell in die Playoffs. Dem Dänen macht in der entscheidenden Phase keiner etwas vor.
5/5

Schlüsselfiguren
Der beste SCB-Spieler auf der Skorerliste ist Mike Sgarbossa auf Position 46 (!), der die meisten seiner 29 Punkte aber noch im Dress von Lugano erzielt hat. Schmerzhaft ist das Saison-Aus von Benjamin Baumgartner und auch Marco Lehmann fehlte zuletzt verletzt.
2/5

Goalie
Das Dauerdilemma: Entweder spielt der Schwede Reideborn und ein anderer Ausländer muss zuschauen. Oder Zurkirchen bekommt das Vertrauen und Bern ist bei den Feldspielern variabler. Funktionieren können beide Wege – oder auch nicht.
3/5

Total: 18/30 

Das NL-Restprogramm

Dienstag, 24. Februar

  • Ambri – Lausanne
  • Bern – Kloten
  • Davos – SCL Tigers
  • Lugano – Biel
  • SCRJ Lakers – Servette
  • ZSC Lions – Ajoie
  • Zug – Fribourg

Freitag, 27. Februar

  • Ajoie – Lugano
  • Ambri – Davos
  • Biel – Zug
  • Servette – Bern
  • Kloten – SCL Tigers
  • Lausanne – ZSC Lions
  • SCRJ Lakers – Fribourg

Samstag, 28. Februar

  • Bern – Biel
  • Davos – Kloten
  • Lugano – Lausanne
  • SCL Tigers – SCRJ Lakers
  • ZSC Lions – Servette
  • Zug – Ambri

Donnerstag, 5. März

  • Ajoie – Ambri
  • Bern – Zug
  • Servette – Biel
  • Lugano – ZSC Lions
  • Lausanne – Davos
  • SCRJ Lakers – Kloten
  • SCL Tigers – Fribourg

Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
  • Biel – SCL Tigers
  • Fribourg – Lausanne
  • Kloten – Lugano
  • ZSC Lions – Davos
  • Zug – SCRJ Lakers

Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
  • Davos – Biel
  • Servette – Kloten
  • Lugano – Zug
  • Lausanne – Ajoie
  • SCRJ Lakers – Ambri
  • SCL Tigers – ZSC Lions

Dienstag, 24. Februar

  • Ambri – Lausanne
  • Bern – Kloten
  • Davos – SCL Tigers
  • Lugano – Biel
  • SCRJ Lakers – Servette
  • ZSC Lions – Ajoie
  • Zug – Fribourg

Freitag, 27. Februar

  • Ajoie – Lugano
  • Ambri – Davos
  • Biel – Zug
  • Servette – Bern
  • Kloten – SCL Tigers
  • Lausanne – ZSC Lions
  • SCRJ Lakers – Fribourg

Samstag, 28. Februar

  • Bern – Biel
  • Davos – Kloten
  • Lugano – Lausanne
  • SCL Tigers – SCRJ Lakers
  • ZSC Lions – Servette
  • Zug – Ambri

Donnerstag, 5. März

  • Ajoie – Ambri
  • Bern – Zug
  • Servette – Biel
  • Lugano – ZSC Lions
  • Lausanne – Davos
  • SCRJ Lakers – Kloten
  • SCL Tigers – Fribourg

Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
  • Biel – SCL Tigers
  • Fribourg – Lausanne
  • Kloten – Lugano
  • ZSC Lions – Davos
  • Zug – SCRJ Lakers

Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
  • Davos – Biel
  • Servette – Kloten
  • Lugano – Zug
  • Lausanne – Ajoie
  • SCRJ Lakers – Ambri
  • SCL Tigers – ZSC Lions

EHC Biel

Ausgangslage
Mit dem 3:2-Sieg in Bern haben sich die Seeländer am Samstag auf Rang 10 gehievt. Der Heimvorteil beim ausstehenden Direktduell gegen die SCL Tigers spielt Biel ebenfalls in die Karten, daneben warten aber auch noch zwei knackige Auswärtsspiele (Servette, Davos). Mit einem Sieg gegen Langnau wäre Biel bei den Direktbegegnungen gegenüber den Emmentalern im Vorteil. Dies ist man auch gegen Kloten, einzig gegen Bern liegt Biel im Hintertreffen.
4/5

Formkurve
Unter dem neuen Trainer Christian Dubé haben die Bieler in sechs von acht Spielen gepunktet und sich vorzeitig der Playout-Sorgen entledigt. Zuverlässiger hat in dieser Zeitspanne kein anderes Strich-Team Punkte angehäuft.
4/5

Druck
Es über die Play-Ins in die Playoffs zu schaffen, war von Anfang an in der Saisonplanung von Biel vorgesehen. Wenn die Seeländer trotz der inzwischen günstigen Ausgangslage noch von den SCL Tigers oder Kloten abgefangen würden, wäre das aber eine heftige Niederlage.
2/5

Trainer
Christian Dubé ist während seiner Zeit bei Fribourg den Beweis schuldig geblieben, dass er der herausragende Stratege für Playoff-Schlachten ist. Aber er hat Biel wiederbelebt, das Energielevel der Mannschaft ist seit seiner Ankunft ein anderes.
4/5

Schlüsselfiguren
Unter Martin Filander enttäuschten viele Leistungsträger. Dubé hat es geschafft, diesen Etikettenschwindel zu beenden – mehrheitlich ist wieder drin, was draufsteht.
4/5

Goalie
Harri Säteri spielt seine bislang schwächste Saison, seit er 2022 zu Biel gestossen ist. Doch mit der Ankunft von Dubé hat auch er sich stabilisiert – und wegen Entscheidungsspielen um die Play-Ins wird ein finnischer Olympiasieger und Weltmeister nicht nervös.
4/5

Total: 22/30 

SCL Tigers

Ausgangslage
Sie befanden sich so lange auf gutem Weg in die Play-Ins und müssen jetzt damit klarkommen, dass sie sich plötzlich auf Rang 11 wiederfinden. Durch das Direktduell in Biel haben die Tigers immer noch alles in den eigenen Händen. Holen sie dort mindestens zwei Punkte, wären sie auch in den Direktbegegnungen gegen die Seeländer besser. Das sind sie auch gegen Kloten, nicht aber gegen Bern. Daneben erwartet Langnau noch Heimspiele gegen Fribourg und die ZSC Lions.
3/5

Formkurve
Von den letzten acht Spielen hat Langnau nur eines gewonnen und nach der Olympia-Pause alle drei Partien verloren. Dass man in vielen dieser Matches ebenbürtig war, ist ein schwacher Trost.
1/5

Druck
Trotz der verspielten optimalen Ausgangslage – dass die SCL Tigers drei Runden vor Schluss um einen Play-In-Platz spielen, ist nicht selbstverständlich. Rang 11 oder 12 wäre zwar eine Enttäuschung, aber kein Beinbruch.
4/5

Trainer
Im Emmental lässt man sich nicht von Momentaufnahmen leiten, sondern von der Strategie, die unter Trainer Thierry Paterlini die Leistungskultur zurückbrachte. Entsprechend wird der Zürcher nun auch keinen Firlefanz veranstalten, sondern den Kampf am Strich annehmen. In Langnau kennt man nichts anderes.
5/5

Schlüsselfiguren
André Petersson ist mit seinen 24 Saisontreffern der zweitbeste Torschütze der Liga und verfügt über den heissesten Stock aller im Play-In-Kampf verwickelten Spieler. Auch die anderen Ausländer und Schweizer Leader um Dario Rohrbach liefern zumeist.
5/5

Goalie
Routinier Luca Boltshauser schlug sich letzte Woche mit einem Magen-Darm-Virus herum, sein Vertreter Robin Meyer kam derweil nicht mehr ganz an seine überragenden Darbietungen von zuvor heran.
3/5

Total: 21/30 

EHC Kloten

Ausgangslage
Die im Eilzugstempo heranrauschenden Zürcher Unterländer brauchen fremde Hilfe, sonst sind die Play-Ins nicht mehr machbar. Da sich die Konkurrenten immer wieder Ausrutscher leisteten, ist es nicht unrealistisch, diese zu bekommen. Aber gegen Biel und die Tigers müsste Kloten auch noch einen zusätzlichen Punkt wegen der schlechteren Direktbegegnungen wettmachen, nur im Vergleich mit Bern steht man diesbezüglich besser da. Kloten hat noch zwei Auswärtsspiele (Lakers, Servette) und ein Heimspiel (Lugano) vor der Brust.
1/5

Formkurve
Kloten hat zuletzt viermal in Folge gewonnen, was keinem anderen Team in der Liga gelungen ist. Am Samstag wurde sogar der souveräne Leader Davos, der zuvor acht Dreier in Serie eingefahren hat, auswärts entzaubert (2:0-Sieg).
5/5

Druck
Kloten hat mit seiner jüngsten Siegesserie das Abstiegsgespenst verscheucht und mischt sich nun sogar noch in den Play-In-Kampf ein. Entsprechend unbeschwert können die Zürcher drauflosspielen, sie haben am wenigsten von allen zu verlieren.
5/5

Trainer
Lauri Marjamäki soll zwar durch seine Launen nicht immer einfach zu ertragen sein, doch ein Mann mit seiner grossen internationalen Erfahrung ist und bleibt für Kloten ein Glücksfall.
3/5

Schlüsselfiguren
Mit seinen Ausländern konnte Kloten in dieser Saison zu selten glücklich sein, doch zuletzt zeigten sie aufsteigende Tendenz. Und mit dem vom ZSC ausgeliehenen Pontus Aberg kam ein Mehrwert, der sogleich reüssierte. Von den Schweizern können Dario Meyer und Axel Simic für die Differenz sorgen.
3/5

Goalie
Gerade mal zwei Tore hat Ludovic Waeber in den letzten drei Spielen zugelassen und parierte dabei 70 Schüsse. Der nach der Saison zu Fribourg weiterziehende Keeper bringt fürs Saisonfinale die beste Version von sich selbst aufs Eis.
5/5

Total: 22/30 

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