Darum gehts
- Jeff Skinner glänzt beim 4:2-Sieg von Biel gegen Fribourg mit zwei Toren
- Ehemaliger Eiskunstläufer beeindruckt auf grossem Eis, trotz kurzer Eingewöhnungszeit
- Buffalo zahlt ihm bis 2030 noch 18 Mio. Franken Restgehalt
Wegen bürokratischer Hürden rund um seine Arbeitsbewilligung ist Jeff Skinner (34) erst seit zwei Wochen in Biel. Doch Anlaufschwierigkeiten kennt der aus 1115 NHL-Spielen gestählte Kanadier trotzdem keine. Nach lediglich 33 Sekunden gelingt ihm am Dienstag das erste Tor der neuen National-League-Saison. Am Ende ist er beim 4:2-Auftaktsieg gegen Meister Fribourg mit zwei Toren und einem Assist der Matchwinner. Skinner hat auf dem Eis jederzeit alles im Griff.
Das ändert sich für die neue Bieler Attraktion mit der Schlusssirene. Denn als ihn seine Mitspieler als Mann des Spiels vorschicken, um mit den Fans die nach Siegen traditionelle Welle anzustimmen, stellt sich Skinner ziemlich ungeschickt an. Der langjährige NHL-Star hat keine Ahnung, was er tun muss, und braucht Anschauungsunterricht seiner Kollegen. «So etwas habe ich noch nie gesehen, aber ich fand es wirklich cool», erklärt der Kanadier danach im Interview mit Mysports mit einem breiten Grinsen.
Als Teenager Eiskunstläufer
Letztlich ist er auch in die Schweiz gekommen, um mit seiner grossen Leidenschaft Eishockey Spass zu haben. Aus finanziellen Aspekten müsste er das nicht tun, nachdem die Buffalo Sabres 2024 seinen hoch dotierten Langzeitvertrag aufgelöst haben und ihm seither in jährlichen Raten bis 2030 noch zwei Drittel seines verbleibenden Salärs von 22 Millionen Dollar (18 Mio. Franken) auszahlen müssen.
Dass Skinner sogleich reüssiert und sich auf dem grösseren Eis ohne Schwierigkeiten auch läuferisch zurechtfindet, ist indes kein Zufall. Denn der Kanadier hat bis ins Teenageralter noch eine weitere Eissportart ausgeübt. Skinner war früher Eiskunstläufer, wie er gegenüber Blick bestätigt.
Verletzung ändert die Optik
Unter anderem führte eine Verletzung den neuen Biel-Stürmer dazu, sich fürs Hockey zu entscheiden. «Als ich 13 Jahre alt war, hatte ich eine kleine Verletzung, wegen der ich beim Eiskunstlauf nicht mehr so viel springen konnte. Genau zu dieser Zeit musste ich mich irgendwie entscheiden, mehr Zeit für die eine oder die andere Sportart aufzuwenden. Ich hatte Spass an beidem, aber vielleicht am Eishockey ein bisschen mehr. Der Zeitaufwand wurde mir dann doch etwas zu viel. Danach habe ich mich einfach auf das Eishockey konzentriert.»
Geschadet haben die Fähigkeiten, die sich Skinner beim Eiskunstlauf angeeignet hat, wohl nicht. Der Kanadier schliesst auch nicht ganz aus, dass er sich irgendwann mal wieder die Eiskunstlaufschuhe schnüren wird, wie er gegenüber Blick bestätigt. Vorerst konzentriert er sich aber auf die Hockey-Saison mit Biel.
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